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be­grei­fen

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: be|grei|fen

Bedeutungsübersicht

    1. geistig erfassen, in seinen Zusammenhängen erkennen, verstehen
    2. Verständnis für jemanden oder etwas haben; jemanden, sich in seinem Denken, Fühlen und Handeln verstehen
    3. für etwas halten, als etwas betrachten; eine bestimmte Vorstellung (von jemandem, etwas) haben
  1. (landschaftlich) befühlen, betasten, greifend prüfen
  2. in »etwas in sich begreifen«

Synonyme zu begreifen

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Aussprache

Betonung: begreifen 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch begrīfen, althochdeutsch bigrīfan, zu greifen

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich begreifeich begreife 
 du begreifstdu begreifest begreif, begreife!
 er/sie/es begreifter/sie/es begreife 
Pluralwir begreifenwir begreifen 
 ihr begreiftihr begreifet
 sie begreifensie begreifen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich begriffich begriffe
 du begriffstdu begriffest
 er/sie/es begriffer/sie/es begriffe
Pluralwir begriffenwir begriffen
 ihr begrifftihr begriffet
 sie begriffensie begriffen
Partizip I begreifend
Partizip II begriffen
Infinitiv mit zu zu begreifen
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. geistig erfassen, in seinen Zusammenhängen erkennen, verstehen

      Herkunft

      eigentlich = mit dem Verstand ergreifen

      Beispiele

      • den Sinn einer Sache, eine Rechenaufgabe nicht begreifen
      • was eigentlich geschehen war, hatte er noch nicht ganz begriffen
      • das Kind begreift langsam, leicht (hat eine langsame, leichte Auffassungsgabe)
    2. Verständnis für jemanden oder etwas haben; jemanden, sich in seinem Denken, Fühlen und Handeln verstehen

      Herkunft

      eigentlich = mit dem Verstand ergreifen

      Beispiele

      • ich kann meinen Freund gut begreifen
      • ich begreife nicht, wie man so etwas tun kann

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      das begreife, wer will! (diese Sache, diese Handlungsweise verstehe ich nicht)
    3. für etwas halten, als etwas betrachten; eine bestimmte Vorstellung (von jemandem, etwas) haben

      Herkunft

      eigentlich = mit dem Verstand ergreifen

      Beispiele

      • das ganze griechische Kulturgebiet als Einheit begreifen
      • er begreift sich als Spezialist/(selten:) als Spezialisten
  1. befühlen, betasten, greifend prüfen

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiele

    • er begreift das weiche Tuch
    • die Kinder sollen nicht immer die Möbel begreifen
  2. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    etwas in sich begreifen (veraltend: etwas umfassen, einschließen, enthalten: diese Entwicklung begriff auch eine soziale Umschichtung in sich)

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