Dudenverlag Duden Located at Mecklenburgische Str. 53, Berlin, 14171, Berlin , . Phone: +49 30 897 85 82-81. .

ban­nen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
Weitere Informationen zum korrekten Zitieren aus Duden online

Rechtschreibung

Worttrennung: ban|nen

Bedeutungsübersicht

  1. (im Mittelalter) über jemanden den Bann aussprechen
    1. (gehoben) durch Bann [irgendwo] festhalten
    2. (gehoben) jemanden, etwas durch magische Kraft vertreiben

Synonyme zu bannen

Aussprache

Betonung: bạnnen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch bannen = bannen (1), (unter Strafandrohung) ge- oder verbieten, althochdeutsch bannan = gebieten, befehlen; vor Gericht fordern, ursprünglich = sprechen; seit dem 15. Jahrhundert als Ableitung von Bann empfunden und schwaches Verb

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich banneich banne 
 du bannstdu bannest bann, banne!
 er/sie/es bannter/sie/es banne 
Pluralwir bannenwir bannen 
 ihr banntihr bannet 
 sie bannensie bannen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich bannteich bannte
 du banntestdu banntest
 er/sie/es bannteer/sie/es bannte
Pluralwir banntenwir bannten
 ihr banntetihr banntet
 sie banntensie bannten
Partizip I bannend
Partizip II gebannt
Infinitiv mit zu zu bannen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. (im Mittelalter) über jemanden den Bann (1) aussprechen

    Beispiel

    der Papst bannte den Kaiser
    1. durch Bann (2) [irgendwo] festhalten

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • das Ereignis bannte die Zuschauer [auf ihre Plätze]
      • jemanden, etwas [wie] gebannt anstarren
      • <in übertragener Bedeutung>: ein historisches Geschehen auf die Leinwand bannen (es malen oder filmen)
    2. jemanden, etwas durch magische Kraft vertreiben

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • der Zauberer versuchte den bösen Geist zu bannen
      • <in übertragener Bedeutung>: die Hochwassergefahr war noch nicht gebannt (abgewendet)

Blättern