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auf­kom­men

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: auf|kom|men

Bedeutungsübersicht

  1. [unvermutet] entstehen
    1. entstehende Kosten übernehmen
    2. für etwas tätige Verantwortung tragen
    1. sich gegenüber jemandem, etwas durchsetzen
    2. jemandem gleichkommen; an jemanden heranreichen (meist verneint)
    1. sich erheben, wieder aufstehen können
    2. (gehoben) wieder gesund werden
  2. (landschaftlich) entdeckt werden, bekannt werden, herauskommen
  3. beim Sprung oder Fall auf etwas auftreffen, aufsetzen
  4. (Sport) aufholen; besser, überlegen werden
  5. (Seemannssprache) (von Schiffen) in Sicht kommen, herankommen

Synonyme zu aufkommen

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Aussprache

Betonung: aufkommen 🔉

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »ist«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich komme aufich komme auf 
 du kommst aufdu kommest auf komm auf, komme auf!
 er/sie/es kommt aufer/sie/es komme auf 
Pluralwir kommen aufwir kommen auf 
 ihr kommt aufihr kommet auf
 sie kommen aufsie kommen auf 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich kam aufich käme auf
 du kamst aufdu kämest auf, kämst auf
 er/sie/es kam aufer/sie/es käme auf
Pluralwir kamen aufwir kämen auf
 ihr kamt aufihr kämet auf, kämt auf
 sie kamen aufsie kämen auf
Partizip I aufkommend
Partizip II aufgekommen
Infinitiv mit zu aufzukommen
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. [unvermutet] entstehen

    Beispiele

    • Wind kommt auf
    • tagsüber stark bewölkt, aufkommende Niederschläge
    • <subst>: diese Wetterlage begünstigt das A. von Nebel
    • <in übertragener Bedeutung>: es kamen Gerüchte auf, er wolle zurücktreten
    • <in übertragener Bedeutung>: Misstrauen kam auf (regte sich)
    • <in übertragener Bedeutung>: um keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen
    • <in übertragener Bedeutung>: es wollte keine rechte Stimmung aufkommen
    • <in übertragener Bedeutung>: im 18. Jahrhundert kam der Frack auf (wurde er Mode)
    • <in übertragener Bedeutung; substantiviert>: das Aufkommen der Kunststoffe
    1. entstehende Kosten übernehmen

      Beispiele

      • für die Kinder, für den Unterhalt der Kinder aufkommen
      • für den entstandenen Sachschaden aufkommen
    2. für etwas tätige Verantwortung tragen

      Beispiel

      für die Sicherheit Berlins aufkommen
    1. sich gegenüber jemandem, etwas durchsetzen

      Beispiele

      • gegen einen mächtigen Mann nicht aufkommen können
      • gegen die berechtigten Ansprüche war schwer aufzukommen
    2. jemandem gleichkommen; an jemanden heranreichen (meist verneint)

      Beispiel

      du wolltest niemanden neben dir aufkommen lassen
    1. sich erheben, wieder aufstehen können

      Beispiel

      sie kam nur mit Mühe vom Boden auf
    2. wieder gesund werden

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiel

      sie hat einen so schlimmen Rückfall erlitten, dass sie wohl nicht mehr aufkommen wird
  2. entdeckt werden, bekannt werden, herauskommen

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    der Schwindel kam auf
  3. beim Sprung oder Fall auf etwas auftreffen, aufsetzen

    Beispiele

    • die Akrobatin kam auf das/auf dem Netz auf
    • der Skispringer kommt nicht so mühelos auf
  4. aufholen (1b); besser, überlegen werden

    Gebrauch

    Sport

    Beispiel

    dann aber kam die gegnerische Mannschaft auf und beherrschte das Geschehen bis zur Pause
  5. (von Schiffen) in Sicht kommen, herankommen

    Gebrauch

    Seemannssprache

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