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Zap­fen, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Zap|fen

Bedeutungsübersicht

  1. (Botanik) besonders für Nadelbäume charakteristischer Blüten- bzw. Fruchtstand, der sich aus vielen um eine Längsachse herum angeordneten, verholzenden Schuppen aufbaut, zwischen denen sich die Samen befinden
    1. länglicher [nach einem Ende hin sich verjüngender], meist aus einem Stück Holz bestehender Stöpsel zum Verschließen eines Fasses o. Ä.
    2. (schweizerisch) Korken
    1. (Technik, Holzverarbeitung) (zur Verbindung zweier Holzteile dienender) vorspringender Teil an einem Kantholz, Brett o. Ä., der in einen entsprechenden Schlitz an einem anderen Kantholz, Brett o. Ä. greift
    2. (Technik) [dünneres] Ende einer Welle, Achse, mit dem sie im Lager läuft; Bolzen o. Ä.
  2. längliches, an einem Ende spitz zulaufendes Gebilde (z. B. Eiszapfen)
  3. (Weinbau) auf zwei Augen gekürzter Trieb, an dem sich die fruchttragenden Triebe bilden
  4. (Anatomie) zapfenförmige Sinneszelle in der Netzhaut des Auges
  5. (landschaftlich) [leichter] Rausch
  6. (österreichisch umgangssprachlich) große Kälte

Synonyme zu Zapfen

Pfropfen, Spund, Stöpsel, Verschluss, Zapf; (österreichisch) Stoppel; (norddeutsch) Proppen; (landschaftlich) Kork, Stopfen

Aussprache

Betonung: Zạpfen
Lautschrift: [ˈtsapfn̩] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch zapfe, althochdeutsch zapho, eigentlich = spitzer Holzpflock, der ein Loch verschließt und herausgezogen werden kann

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Zapfendie Zapfen
Genitivdes Zapfensder Zapfen
Dativdem Zapfenden Zapfen
Akkusativden Zapfendie Zapfen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Zapfen
    © Christiane Gottschlich, Berlin
    besonders für Nadelbäume charakteristischer Blüten- bzw. Fruchtstand, der sich aus vielen um eine Längsachse herum angeordneten, verholzenden Schuppen aufbaut, zwischen denen sich die Samen befinden

    Gebrauch

    Botanik

    Beispiel

    Nadelbäume mit stehenden, hängenden Zapfen
    1. länglicher [nach einem Ende hin sich verjüngender], meist aus einem Stück Holz bestehender Stöpsel zum Verschließen eines Fasses o. Ä.

      Beispiel

      einen Zapfen in das Fass schlagen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      über den Zapfen hauen/wichsen (Soldatensprache: den Zapfenstreich 2 nicht einhalten)
    2. Korken

      Gebrauch

      schweizerisch

    1. (zur Verbindung zweier Holzteile dienender) vorspringender Teil an einem Kantholz, Brett o. Ä., der in einen entsprechenden Schlitz an einem anderen Kantholz, Brett o. Ä. greift

      Gebrauch

      Technik, Holzverarbeitung

    2. [dünneres] Ende einer Welle, Achse, mit dem sie im Lager läuft; Bolzen o. Ä.

      Gebrauch

      Technik

  2. Zapfen - Mehrere Zapfen aus Eis
    Mehrere Zapfen aus Eis - © Naturpix, B. Mühr und G. Müller, Karlsruhe
    längliches, an einem Ende spitz zulaufendes Gebilde (z. B. Eiszapfen)
  3. auf zwei Augen gekürzter Trieb, an dem sich die fruchttragenden Triebe bilden

    Gebrauch

    Weinbau

  4. Zapfen
    © Reinhild und Wolfgang Gluszak/Renate Diener
    zapfenförmige Sinneszelle in der Netzhaut des Auges

    Gebrauch

    Anatomie

  5. [leichter] Rausch

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiel

    er hat einen Zapfen
  6. große Kälte

    Grammatik

    ohne Plural

    Gebrauch

    österreichisch umgangssprachlich

    Beispiel

    heute hat es aber einen Zapfen!

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