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Tür, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: Tür
Beispiele: von Tür zu Tür; du kriegst die Tür nicht zu! (umgangssprachlich für das ist nicht zu fassen!)

Bedeutungsübersicht

    1. Vorrichtung in Form einer in Scharnieren hängenden, meist rechteckigen Platte zum Verschließen eines Durchgangs, eines Einstiegs o. Ä.
    2. als Eingang o. Ä. dienende, meist rechteckige Öffnung in einer Wand [die mit einer Tür verschlossen wird]; Türöffnung
    1. einer Tür ähnliche, meist jedoch kleinere Vorrichtung zum Verschließen einer Öffnung
    2. mit einer Tür verschließbare Öffnung

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Tür

Ausgang, Ausstieg, Einlass, Einstieg, [Haus]eingang, Öffnung, Pforte, Portal, Tor, Zugang; (veraltend) [Wagen]schlag

Aussprache

Betonung: Tür🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch tür, althochdeutsch turi

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Türdie Türen
Genitivder Türder Türen
Dativder Türden Türen
Akkusativdie Türdie Türen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Tür - Tür mit Türklinke
      Tür mit Türklinke - © B. Mahler, Fotograf, Berlin
      Vorrichtung in Form einer in Scharnieren hängenden, meist rechteckigen Platte zum Verschließen eines Durchgangs, eines Einstiegs o. Ä.

      Beispiele

      • die Tür quietscht, klemmt, knarrt, schließt nicht richtig, ist geschlossen
      • eine Tür [ab]schließen, aushängen, anlehnen
      • die Tür hinter sich zumachen
      • er hörte, wie die Tür ging (geöffnet oder geschlossen wurde)
      • an die Tür klopfen
      • ein Auto mit vier Türen
      • einen Brief unter der Tür durchschieben
      • sie wohnt eine Tür weiter (nebenan)
      • sie wohnen Tür an Tür (unmittelbar nebeneinander)
      • <in übertragener Bedeutung>: das wird dir so manche Tür öffnen (manche Möglichkeit eröffnen)
      • <in übertragener Bedeutung>: ihr stehen alle Türen offen (ihre [beruflichen] Möglichkeiten sind sehr vielfältig)
      • <in übertragener Bedeutung>: er fand nur verschlossene Türen (er stieß überall auf Ablehnung; niemand unterstützte ihn)
      • <in übertragener Bedeutung>: wir dürfen die Tür nicht zuschlagen/müssen die Tür offen halten (wir müssen die Möglichkeit zu verhandeln, uns zu einigen, erhalten)
      • <in übertragener Bedeutung>: sie fand überall offene Türen (sie war überall willkommen, fand überall Unterstützung)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemandem die Tür einlaufen/einrennen (umgangssprachlich: Bude 2b)
      • jemandem die Tür vor der Nase zuschlagen (umgangssprachlich: 1. im letzten Augenblick vor jemandem die Tür zumachen. 2. jemanden schroff zurückweisen.)
      • [bei jemandem] offene Türen einrennen (umgangssprachlich: bei jemandem mit großem Engagement für etwas eintreten, was dieser ohnehin befürwortet)
      • einer Sache Tür und Tor öffnen (einer Sache Vorschub leisten; etwas unbeschränkt ermöglichen: dadurch wird dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet)
      • hinter verschlossenen Türen (ohne die Anwesenheit von Außenstehenden, ohne Außenstehende zuzulassen; geheim: sie verhandeln hinter verschlossenen Türen)
      • mit der Tür ins Haus fallen (umgangssprachlich: sein Anliegen ohne Umschweife, [allzu] unvermittelt vorbringen)
      • vor verschlossener Tür stehen (niemanden zu Hause antreffen)
      • zwischen Tür und Angel (umgangssprachlich: in Eile, ohne genügend Zeit für etwas zu haben; im Weggehen)
      • mach die Tür von außen zu! (umgangssprachlich: geh hinaus!)
      • [ach] du kriegst die Tür nicht zu! (umgangssprachlich: ach du meine Güte!)
    2. als Eingang o. Ä. dienende, meist rechteckige Öffnung in einer Wand [die mit einer Tür (1a) verschlossen wird]; Türöffnung

      Beispiele

      • die Tür geht ins Freie
      • eine Tür zumauern
      • aus der Tür treten
      • sie steckte den Kopf durch die Tür
      • der Schrank geht nicht durch die Tür
      • sie stand in/unter der Tür
      • er hatte den Fuß bereits in der Tür

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemandem die Tür weisen (gehoben: jemanden mit Nachdruck auffordern, den Raum zu verlassen; jemanden abweisen)
      • vor die Tür (ins Freie, nach draußen: vor die Tür gehen)
      • jemanden vor die Tür setzen (umgangssprachlich: 1. jemanden hinausweisen. 2. jemanden entlassen; jemandem kündigen.)
      • vor seiner eigenen Tür kehren (umgangssprachlich: sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern)
      • vor der Tür stehen (nach dem Kalender bald eintreten, gefeiert, begangen werden können; unmittelbar bevorstehen: Ostern steht vor der Tür)
      • da ist die Tür! (umgangssprachlich: nachdrückliche Aufforderung an jemanden, den Raum zu verlassen)
    1. Tür - Ofen mit geöffneter Tür
      Ofen mit geöffneter Tür - © Bibliographisches Institut, Berlin
      einer Tür (1a) ähnliche, meist jedoch kleinere Vorrichtung zum Verschließen einer Öffnung

      Beispiel

      die Tür eines Ofens, Vogelkäfigs, Schrankes
    2. mit einer Tür (2a) verschließbare Öffnung

      Beispiel

      sie griff durch die Tür des Käfigs nach dem Hamster

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