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Stem­pel, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Stem|pel

Bedeutungsübersicht

  1. Gerät meist in Form eines mit knaufartigem Griff versehenen, kleineren [Holz]klotzes, an dessen Unterseite, spiegelbildlich in Gummi, Kunststoff oder Metall geschnitten, eine kurze Angabe, ein Siegel o. Ä. angebracht ist, das eingefärbt auf Papier o. Ä. gedruckt wird
  2. Abdruck eines Stempels
  3. (Technik) [mit einem spiegelbildlichen Relief versehener] stählerner Teil einer Maschine zum Prägen von Formen oder Stanzen von Löchern
  4. auf Waren besonders aus Edelmetall geprägtes Zeichen, das den Feingehalt anzeigt oder Auskunft über die Herkunft, den Verfertiger, Hersteller, Besitzer o. Ä. gibt
  5. (Botanik) aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe bestehender mittlerer Teil einer Blüte
  6. (Bauwesen, Bergbau) kräftiger Stützpfosten [aus Holz]

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Stempel

Aussprache

Betonung: Stẹmpel🔉

Herkunft

in niederdeutscher Lautung standardsprachlich geworden, mittelniederdeutsch stempel, mittelhochdeutsch stempfel = Stößel, (Münz)prägestock, althochdeutsch stemphil = Stößel, zu stampfen

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Stempeldie Stempel
Genitivdes Stempelsder Stempel
Dativdem Stempelden Stempeln
Akkusativden Stempeldie Stempel

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Stempel
    © MEV Verlag, Augsburg
    Gerät meist in Form eines mit knaufartigem Griff versehenen, kleineren [Holz]klotzes, an dessen Unterseite, spiegelbildlich in Gummi, Kunststoff oder Metall geschnitten, eine kurze Angabe, ein Siegel o. Ä. angebracht ist, das eingefärbt auf Papier o. Ä. gedruckt wird

    Beispiele

    • einen Stempel anfertigen, schneiden [lassen]
    • den Stempel auf die Quittung drücken

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    jemandem, einer Sache seinen/den Stempel aufdrücken (jemanden, etwas so beeinflussen, dass seine Mitwirkung deutlich erkennbar ist; jemandem, einer Sache sein eigenes charakteristisches Gepräge verleihen)
  2. Stempel - Mehrere Stempel in einem Pass
    Mehrere Stempel in einem Pass - © thierry planche - Fotolia.com
    Abdruck eines Stempels (1)

    Beispiele

    • der Stempel einer Behörde
    • der Stempel ist verwischt, schlecht leserlich
    • auf dem Formular fehlt noch der Stempel
    • der Brief trägt den Stempel vom 2. Januar 2009, des heutigen Tages
    • das Dokument ist mit Unterschrift und Stempel versehen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    den Stempel von jemandem, etwas tragen (jemandes Handschrift 2 tragen; von etwas in unverkennbarer Weise geprägt sein)
  3. [mit einem spiegelbildlichen Relief versehener] stählerner Teil einer Maschine zum Prägen von Formen oder Stanzen von Löchern

    Gebrauch

    Technik

  4. auf Waren besonders aus Edelmetall geprägtes Zeichen, das den Feingehalt anzeigt oder Auskunft über die Herkunft, den Verfertiger, Hersteller, Besitzer o. Ä. gibt

    Beispiel

    der Goldring hat, trägt einen Stempel
  5. aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe bestehender mittlerer Teil einer Blüte

    Herkunft

    nach der Form

    Gebrauch

    Botanik

  6. kräftiger Stützpfosten [aus Holz]

    Herkunft

    aus der mittelhochdeutschen Bergmannssprache

    Gebrauch

    Bauwesen, Bergbau

    Beispiele

    • die Decke des Stollens ist durch Stempel abgestützt
    • <in übertragener Bedeutung>: (salopp) sie hat Stempel (auffallend dicke Beine)

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