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Schlot, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Schlot

Bedeutungsübersicht

  1. (landschaftlich) Fabrikschornstein, Schornstein eines Dampfschiffs
  2. (Geologie) (meist senkrecht aufsteigender) Schacht in der Erdkruste, durch den bei der Vulkantätigkeit Gase und Magma aus dem Erdinnern an die Oberfläche gelangen
  3. (Geologie) Doline in Karstgebieten
    1. (umgangssprachlich abwertend) leichtsinniger, unzuverlässiger o. ä. Mann, Nichtsnutz
    2. (umgangssprachlich abwertend) unangenehmer Bursche, Kerl

Synonyme zu Schlot

Schornstein; (österreichisch) Rauchfang; (landschaftlich, besonders süddeutsch und schweizerisch) Kamin; (landschaftlich, besonders ostmitteldeutsch) Esse; (ostmitteldeutsch) Feueresse

Aussprache

Betonung: Schlot
Lautschrift: [ʃloːt]

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch slāt, vielleicht zu mittelhochdeutsch slāte = Schilfrohr, also vielleicht eigentlich = hohler Halm

Grammatik

der Schlot; Genitiv: des Schlot[e]s, Plural: die Schlote, seltener: Schlöte

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Schlot - Schlote
    Schlote - © CORBIS/Royalty-Free
    Fabrikschornstein, Schornstein eines Dampfschiffs

    Gebrauch

    landschaftlich

    Beispiele

    • aus den Schloten der Fabriken steigt schwarzer Qualm
    • (umgangssprachlich) er raucht, qualmt wie ein Schlot (ist ein starker Raucher)
  2. (meist senkrecht aufsteigender) Schacht in der Erdkruste, durch den bei der Vulkantätigkeit Gase und Magma aus dem Erdinnern an die Oberfläche gelangen

    Gebrauch

    Geologie

  3. Doline in Karstgebieten

    Gebrauch

    Geologie

    1. leichtsinniger, unzuverlässiger o. ä. Mann, Nichtsnutz

      Gebrauch

      umgangssprachlich abwertend

    2. unangenehmer Bursche, Kerl

      Gebrauch

      umgangssprachlich abwertend

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