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Rit­ter, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Rit|ter
Beispiele: die Ritter des Pour le Mérite; der Ritter von der traurigen Gestalt (Don Quichotte); arme oder Arme Ritter (eine Süßspeise)

Bedeutungsübersicht

    1. (im Mittelalter) Krieger des gehobenen Standes, der in voller Rüstung mit Schild, Schwert [Lanze o. Ä.] zu Pferd in den Kampf zieht
    2. Angehöriger des Ritterstandes
  1. jemand, der einen bestimmten hohen Orden verliehen bekommen hat
  2. Ordensritter
  3. (veraltend) Kavalier
  4. in »ein irrender Ritter« und anderen Wendungen, Redensarten oder Sprichwörtern
  5. in »arme/Arme Ritter«

Synonyme zu Ritter

Gentleman, Kämpfer, Kämpferin, Kavalier

Aussprache

Betonung: Rịtter🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch ritter < mittelniederländisch riddere, Lehnübertragung von altfranzösisch chevalier; vgl. mittelhochdeutsch rīter, rītære = Kämpfer zu Pferd, Reiter, zu reiten

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Ritterdie Ritter
Genitivdes Rittersder Ritter
Dativdem Ritterden Rittern
Akkusativden Ritterdie Ritter

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Ritter - Ritter auf einem Pferd
      Ritter auf einem Pferd - © Bibliographisches Institut, Berlin
      (im Mittelalter) Krieger des gehobenen Standes, der in voller Rüstung mit Schild, Schwert [Lanze o. Ä.] zu Pferd in den Kampf zieht
    2. Angehöriger des Ritterstandes

      Beispiel

      der Knappe wird zum Ritter geschlagen (durch Ritterschlag in den Ritterstand aufgenommen)
  1. jemand, der einen bestimmten hohen Orden verliehen bekommen hat

    Beispiele

    • die Ritter des Hosenbandordens
    • Ritter des Ordens Pour le Mérite
  2. Ordensritter
  3. Kavalier (1)

    Gebrauch

    veraltend

  4. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • ein irrender Ritter (bildungssprachlich: jemand, der nur kurze Zeit an einem Ort bleibt, der immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern ist; nach französisch chevalier errant, dem Beinamen eines Ritters der Artusrunde)
    • ein Ritter ohne Furcht und Tadel (1. [im Mittelalter] ein vorbildlicher, tapferer Ritter; nach französisch chevalier sans peur et sans reproche, dem Beinamen des Ritters Bayard [1476–1524]. 2. ein mutiger und sich vorbildlich benehmender Mann.)
    • ein Ritter des Pedals (scherzhaft: Rad[renn]fahrer)
    • ein Ritter von der Feder (scherzhaft: Schriftsteller)
    • ein Ritter von der traurigen Gestalt (abwertend: jemand, der sehr lang und hager ist, dazu eine schlechte Haltung hat und außerdem heruntergekommen wirkt; nach spanisch el caballero de la triste figura, dem Beinamen des Don Quichotte)
  5. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    arme/Arme Ritter (Kochkunst: in Milch eingeweichte Brötchen oder Weißbrotscheiben, die paniert und in der Pfanne gebacken werden)

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