Rit­ter, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉Ritter

Rechtschreibung

Worttrennung
Rit|ter
Beispiele
die Ritter des Pour le Mérite; der Ritter von der traurigen Gestalt (Don Quichotte); arme oder Arme Ritter (eine Süßspeise)

Bedeutungen (6)

    1. (im Mittelalter) Krieger des gehobenen Standes, der in voller Rüstung mit Schild, Schwert [Lanze o. Ä.] zu Pferd in den Kampf zieht
    2. Angehöriger des Ritterstandes
      Beispiel
      • der Knappe wird zum Ritter geschlagen (durch Ritterschlag in den Ritterstand aufgenommen)
  1. männliche Person, die einen bestimmten hohen Orden verliehen bekommen hat
    Beispiele
    • die Ritter des Hosenbandordens
    • Ritter des Ordens Pour le Mérite
  2. Gebrauch
    veraltend
  3. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • ein irrender Ritter (bildungssprachlich: jemand, der nur kurze Zeit an einem Ort bleibt, der immer wieder auf der Suche nach neuen Abenteuern ist; nach französisch chevalier errant, dem Beinamen eines Ritters der Artusrunde)
    • ein Ritter ohne Furcht und Tadel (1. [im Mittelalter] ein vorbildlicher, tapferer Ritter; nach französisch chevalier sans peur et sans reproche, dem Beinamen des Ritters Bayard [1476–1524]. 2. ein mutiger und sich vorbildlich benehmender Mann.)
    • ein Ritter des Pedals (scherzhaft: Rad[renn]fahrer)
    • ein Ritter von der Feder (scherzhaft: Schriftsteller)
    • ein Ritter von der traurigen Gestalt (abwertend: jemand, der sehr lang und hager ist, dazu eine schlechte Haltung hat und außerdem heruntergekommen wirkt; nach spanisch el caballero de la triste figura, dem Beinamen des Don Quichotte)
  4. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • arme Ritter (Kochkunst: in Milch eingeweichte Brötchen oder Weißbrotscheiben, die paniert und in der Pfanne gebacken werden)
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Verwendung der Personenbezeichnung

In bestimmten Situationen wird die maskuline Form (z. B. Arzt, Mieter, Bäcker) gebraucht, um damit Personen aller Geschlechter zu bezeichnen. Bei dieser Verwendung ist aber sprachlich nicht immer eindeutig, ob nur männliche Personen gemeint sind oder auch andere. Deswegen wird seit einiger Zeit über sprachliche Alternativen diskutiert.

Herkunft

mittelhochdeutsch ritter < mittelniederländisch riddere, Lehnübertragung von altfranzösisch chevalier; vgl. mittelhochdeutsch rīter, rītære = Kämpfer zu Pferd, Reiter, zu reiten

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