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Mot­te, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▯▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Mot|te

Bedeutungsübersicht

  1. (in zahlreichen Arten vorkommender) kleiner Schmetterling mit dicht behaartem Körper, dessen Raupen besonders Wollstoffe, Pelze o. Ä. zerfressen
    1. (umgangssprachlich veraltet) junge [leichtlebige] Frau
    2. (umgangssprachlich veraltet) jemand, der sehr lustig, jederzeit zu Späßen aufgelegt ist

Synonyme zu Motte

(süddeutsch, schweizerisch) Schabe; (Zoologie) Kleinschmetterling

Aussprache

Betonung: Mọtte🔉

Herkunft

spätmittelhochdeutsch motte, mittelniederdeutsch motte, mutte, Herkunft ungeklärt

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Mottedie Motten
Genitivder Motteder Motten
Dativder Motteden Motten
Akkusativdie Mottedie Motten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. (in zahlreichen Arten vorkommender) kleiner Schmetterling mit dicht behaartem Körper, dessen Raupen besonders Wollstoffe, Pelze o. Ä. zerfressen

    Beispiele

    • in dem Pelz sind [die] Motten
    • von etwas angezogen werden wie die Motten vom Licht
    • die Kleider waren von Motten zerfressen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • die Motten haben (salopp: an Lungentuberkulose leiden; nach dem Vergleich des angegriffenen Organs mit einem von Motten zerfressenen Stoff)
    • [ach,] du kriegst die Motten! (umgangssprachlich, besonders berlinisch: Ausruf des Erstaunens, der Bestürzung)
    • Motten [im Kopf] haben (umgangssprachlich: merkwürdige Einfälle, verrückte Gedanken haben)
    1. junge [leichtlebige] Frau

      Gebrauch

      umgangssprachlich veraltet

      Beispiel

      eine tolle Motte
    2. jemand, der sehr lustig, jederzeit zu Späßen aufgelegt ist

      Gebrauch

      umgangssprachlich veraltet

      Beispiel

      der ist vielleicht 'ne Motte!

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