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Loch, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Wort mit gleicher Schreibung: Loch (Substantiv, maskulin)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Loch

Bedeutungsübersicht

  1. durch Beschädigung, [absichtliche] Einwirkung o. Ä. entstandene offene Stelle, an der die Substanz nicht mehr vorhanden ist
    1. (salopp abwertend) kleiner, dunkler [Wohn]raum; kleine, dunkle Wohnung
    2. (umgangssprachlich) Gefängnis
    3. Höhle bestimmter Tiere
  2. (derb) After
  3. (vulgär) Vagina
  4. (Golf) rundes Loch im Boden, in das der Ball geschlagen werden muss

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Loch

Aussprache

Betonung: Lọch🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch loch, althochdeutsch loh

Grammatik

das Loch; Genitiv: des Loch[e]s, Löcher
 SingularPlural
Nominativdas Lochdie Löcher
Genitivdes Loches, Lochsder Löcher
Dativdem Lochden Löchern
Akkusativdas Lochdie Löcher

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Loch
    © MEV Verlag, Augsburg
    durch Beschädigung, [absichtliche] Einwirkung o. Ä. entstandene offene Stelle, an der die Substanz nicht mehr vorhanden ist

    Beispiele

    • ein großes, rundes, tiefes Loch
    • ein Loch graben, [in die Wand] bohren, [ins Eis] schlagen, zuschütten, zuschmieren, stopfen
    • ein Loch im Strumpf, im Zahn haben
    • sich ein Loch in die Hose reißen, in den Kopf schlagen
    • die Zigarette hat ein Loch in den Stoff gebrannt
    • sich in einem Loch verkriechen
    • durch ein Loch im Zaun sehen
    • <in übertragener Bedeutung>: ein Loch stopfen (ein Defizit, Schulden beseitigen)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) dieser Kauf hat ein großes Loch in den Geldbeutel gerissen (hat viel Geld gekostet)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) er machte das eine Loch zu und ein anderes auf (er machte neue Schulden, um alte zu tilgen)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) in ein Loch fallen (in eine seelische Krise geraten)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • schwarzes/Schwarzes Loch (Astronomie: infolge hoher Gravitation völlig in sich zusammenstürzender Stern)
    • saufen wie ein Loch (derb: sehr viel Alkohol trinken)
    • jemandem ein Loch/Löcher in den Bauch fragen (salopp: jemandem pausenlos Fragen stellen)
    • ein Loch/Löcher in die Luft gucken/starren (umgangssprachlich: geistesabwesend vor sich hin starren)
    • ein Loch/Löcher in die Wand stieren (umgangssprachlich: starr, geistesabwesend irgendwohin sehen)
    • ein Loch/Löcher in die Luft schießen (umgangssprachlich: beim Schießen nicht treffen)
    • ein Loch zurückstecken (umgangssprachlich: sich mit weniger zufriedengeben, in seinen Ansprüchen zurückgehen; nach dem Gürtel, den man enger schnallt)
    • auf/aus dem letzten Loch pfeifen (salopp: mit seiner Kraft o. Ä. am Ende sein, nicht mehr können; nach dem [von unten gezählt] letzten Loch einer Flöte, mit dem der höchste, dünn klingende Ton gespielt wird)
    1. kleiner, dunkler [Wohn]raum; kleine, dunkle Wohnung

      Gebrauch

      salopp abwertend

      Beispiele

      • das Zimmer ist ein elendes, furchtbares Loch
      • in einem kalten, feuchten, schmutzigen Loch hausen
    2. Gefängnis

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • ins Loch kommen
      • jemanden ins Loch stecken
    3. Loch - Loch eines Fuchses
      Loch eines Fuchses - © O. Niepagenkamper, Münster
      Höhle bestimmter Tiere

      Beispiel

      der Fuchs fährt aus seinem Loch
  2. After

    Gebrauch

    derb

  3. Vagina

    Gebrauch

    vulgär

  4. Loch - Loch mit Ball
    Loch mit Ball - © MEV Verlag, Augsburg
    rundes Loch (1) im Boden, in das der Ball geschlagen werden muss

    Gebrauch

    Golf

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