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Kraut, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Kraut

Bedeutungsübersicht

  1. Pflanze, deren oberirdische Teile nicht verholzen
  2. Heilpflanze, Würzpflanze o. Ä.
  3. alles Grüne, Stängel und Blätter (besonders bei bestimmten Nutzpflanzen im Unterschied zu dem für die menschliche Ernährung verwertbaren Teil)
  4. (besonders süddeutsch, österreichisch) [Weiß]kohl
  5. (besonders nordwestdeutsch) aus gekochten oder gedämpften Zuckerrüben, Äpfeln und Birnen oder anderem Obst durch Auspressen und Eindicken gewonnener zähflüssiger Sirup

Synonyme zu Kraut

Gewürz[pflanze], Heilpflanze

Aussprache

Betonung: Kraut
Lautschrift: [kraʊ̯t] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch krūt, Herkunft ungeklärt

Grammatik

das Kraut; Genitiv: des Kraut[e]s, Kräuter
 SingularPlural
Nominativdas Krautdie Kräuter
Genitivdes Krautes, Krautsder Kräuter
Dativdem Krautden Kräutern
Akkusativdas Krautdie Kräuter

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Kraut - Wild wachsende Kräuter
    Wild wachsende Kräuter - © Floramedia
    Pflanze, deren oberirdische Teile nicht verholzen
  2. Kraut
    © Christiane Gottschlich, Berlin
    Heilpflanze, Würzpflanze o. Ä.

    Beispiele

    • Kräuter sammeln, trocknen
    • (umgangssprachlich, oft abwertend) er raucht nicht jedes Kraut (jeden Tabak)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    gegen jemanden, etwas ist kein Kraut gewachsen (umgangssprachlich: gegen jemanden, etwas gibt es kein Mittel, ist nicht anzukommen)
  3. alles Grüne, Stängel und Blätter (besonders bei bestimmten Nutzpflanzen im Unterschied zu dem für die menschliche Ernährung verwertbaren Teil)

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • das Kraut der Rüben, Kartoffeln
    • die Pflanze wächst, schießt [zu sehr] ins Kraut (treibt zu viele große Blätter und lässt deshalb keine gute Blüte bzw. reiche Frucht erwarten)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • wie Kraut und Rüben (umgangssprachlich: unordentlich: es lag alles wie Kraut und Rüben herum, durcheinander; vielleicht nach dem Bild eines Rübenackers, auf dem nach der Ernte die abgeschnittenen Blätter der Pflanze und die Rüben durcheinanderliegen)
    • ins Kraut schießen (in unliebsamer Weise rasch zunehmen, sich verbreiten; überhandnehmen; ursprünglich bezogen auf eine Pflanze, die zu viele Blätter und zu wenig Blüten und Früchte treibt, deren Wachstumskraft also zu sehr auf die krautigen Bestandteile gerichtet ist: der Aberglaube schießt ins Kraut)
  4. Kraut
    © Yasonya - Fotolia.com
    [Weiß]kohl

    Grammatik

    ohne Plural

    Gebrauch

    besonders süddeutsch, österreichisch

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    das macht das Kraut [auch] nicht fett (umgangssprachlich: Kohl)
  5. aus gekochten oder gedämpften Zuckerrüben, Äpfeln und Birnen oder anderem Obst durch Auspressen und Eindicken gewonnener zähflüssiger Sirup

    Grammatik

    ohne Plural

    Herkunft

    zu Kraut in der Bedeutung »Würzkraut«, also eigentlich wohl = mit Gewürzen zubereitete Speise

    Gebrauch

    besonders nordwestdeutsch

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