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Kai­ser, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Kai|ser
Beispiele: des Kaisers Hadrian; Kaiser Hadrians Bauten

Bedeutungsübersicht

  1. Titel des höchsten weltlichen Herrschers in bestimmten Monarchien
  2. Inhaber, Träger des Titels Kaiser

Aussprache

Betonung: Kaiser
Lautschrift: [ˈkaɪ̯zɐ] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch keiser, althochdeutsch keisar < gotisch kaisar, nach dem von den Germanen als Gattungsnamen übernommenen Familiennamen des römischen Staatsmannes [G. Julius] Caesar (etwa 100–44 v. Chr.)

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Kaiserdie Kaiser
Genitivdes Kaisersder Kaiser
Dativdem Kaiserden Kaisern
Akkusativden Kaiserdie Kaiser

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Titel des höchsten weltlichen Herrschers in bestimmten Monarchien

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • er wurde Kaiser
    • er wurde zum Kaiser gekrönt
  2. Inhaber, Träger des Titels Kaiser (1)

    Beispiele

    • der deutsche Kaiser
    • am Hofe Kaiser Karls des Großen, des Kaisers Karl des Großen
    • die Kaiser Friedrich I. und Friedrich II

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • dem Kaiser geben, was des Kaisers ist (seine Pflicht gegenüber der Obrigkeit erfüllen; nach Matthäus 22, 21)
    • ein Streit um des Kaisers Bart (ein Streit um Nichtigkeiten)
    • [sich] um des Kaisers Bart streiten (sich um Nichtigkeiten streiten; wohl wegen der Lautähnlichkeit umgedeutet aus: um den Geiß[en]bart streiten, nach der scherzhaften Streitfrage in den Episteln [I, 18, 15] des römischen Dichters Horaz [65–8 v. Chr.], ob man Ziegenhaare als Wolle, entsprechend dem Schaffell, bezeichnen dürfe; dann bezogen auf die Streitereien von Gelehrten darüber, ob bestimmte deutsche Kaiser einen Bart getragen hatten oder nicht)

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