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Hut, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Wort mit gleicher Schreibung: Hut (Substantiv, feminin)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Hut

Bedeutungsübersicht

  1. aus einem geformten Kopfteil bestehende, meist mit Krempe versehene Kopfbedeckung
  2. (Botanik) hut- oder schirmförmiger oberer Teil der Hutpilze

Synonyme zu Hut

Kappe, Kopfbedeckung, Mütze, Südwester; (umgangssprachlich) Bibi, Bombe, Koks; (umgangssprachlich scherzhaft) Dunstkiepe; (salopp) Deckel; (landschaftlich abwertend) Speckdeckel; (veraltend) Trotteur; (landschaftlich veraltend) Dohle; (scherzhaft, sonst veraltet) Chapeau; (früher) Matelot; (Geschichte) Petasos

Aussprache

Betonung: Hut🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch huot, eigentlich = der Schützende, Bedeckende, zu Hut

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Hutdie Hüte
Genitivdes Hutes, Hutsder Hüte
Dativdem Hutden Hüten
Akkusativden Hutdie Hüte

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Hut
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    aus einem geformten Kopfteil bestehende, meist mit Krempe versehene Kopfbedeckung

    Beispiele

    • ein eleganter Hut
    • ein Hut mit breiter Krempe
    • sich eine Feder an den Hut stecken
    • [für jemanden, etwas] den Hut herumgehen lassen (Geld sammeln)
    • er war schon in Hut und Mantel (bereit zum Ausgehen)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • ein alter Hut (umgangssprachlich: etwas Altbekanntes, längst nicht mehr Neues)
    • den/seinen Hut nehmen [müssen] (umgangssprachlich: aus dem Amt scheiden, zurücktreten [müssen])
    • den/seinen Hut in den Ring werfen (1. seine Kandidatur anmelden. 2. sich um etwas bewerben.; Lehnübersetzung von englisch to throw one's hat in the ring)
    • vor jemandem, etwas den Hut ziehen (vor jemandem, etwas alle Achtung haben, jemandem, einer Sache seinen Respekt nicht versagen können)
    • sich <Dativ> etwas an den Hut stecken können (umgangssprachlich: etwas behalten können; mit etwas verächtlich zurückgewiesen werden: sein Geld kann er sich an den Hut stecken, das interessiert mich überhaupt nicht; Herkunft ungeklärt, vielleicht ist gemeint, dass man etwas als so wertlos ansieht wie eine Feder, eine Blume oder dergleichen, die man sich als Schmuck an den Hut steckt)
    • mit jemandem, etwas nichts am Hut haben (umgangssprachlich: vgl. Sinn 3a)
    • jemandem eins auf den Hut geben (umgangssprachlich: jemandem einen Verweis, eine Rüge erteilen)
    • eins auf den Hut kriegen, bekommen (umgangssprachlich: einen Verweis, eine Rüge erhalten)
    • etwas aus dem Hut machen (umgangssprachlich: etwas unvorbereitet machen, improvisieren; wahrscheinlich in Anspielung auf Zauberkünstler, die aus ihrem Hut Tiere o. Ä. hervorzaubern)
    • etwas aus dem Hut ziehen/zaubern (umgangssprachlich: etwas [überraschend] hervorbringen, herbeischaffen)
    • unter einen Hut bringen (umgangssprachlich: einigen; in Einklang, Übereinstimmung bringen: es ist schwer, so viele Interessen unter einen Hut zu bringen)
    • unter einen Hut kommen (umgangssprachlich: einig werden, übereinkommen)
    • da geht einem der Hut hoch (umgangssprachlich: das macht einen wütend, rasend)
    • Hut ab! (umgangssprachlich: alle Achtung, allen Respekt!)
    • mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land (wer höflich ist [und stets den Hut zum Gruße zieht], erreicht viel)
  2. Hut - Pilz mit rotem, weiß gepunktetem Hut
    Pilz mit rotem, weiß gepunktetem Hut - © Christiane Gottschlich, Berlin
    hut- oder schirmförmiger oberer Teil der Hutpilze

    Gebrauch

    Botanik

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