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Hemd, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Hemd

Bedeutungsübersicht

    1. von männlichen Personen als Oberbekleidung getragenes, den Oberkörper bedeckendes Kleidungsstück aus leichtem Stoff, das mit Ärmeln und einem Kragen versehen ist und vorne meist durchgeknöpft wird; Oberhemd
    2. als Unterwäsche getragenes, über die Hüften reichendes, schmal geschnittenes, meist ärmelloses und mit Trägern versehenes Kleidungsstück; Unterhemd
  1. (besonders früher) über den Kopf gezogenes, weit geschnittenes, langes Kleidungsstück mit Ärmeln

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Hemd

Shirt; (veraltet) Chemise

Aussprache

Betonung: Hẹmd🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch hem(e)de, althochdeutsch hemidi, eigentlich = das Verhüllende, Bedeckende

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Hemddie Hemden
Genitivdes Hemdes, Hemdsder Hemden
Dativdem Hemdden Hemden
Akkusativdas Hemddie Hemden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Hemd
      © Bibliographisches Institut, Berlin
      von männlichen Personen als Oberbekleidung getragenes, den Oberkörper bedeckendes Kleidungsstück aus leichtem Stoff, das mit Ärmeln und einem Kragen versehen ist und vorne meist durchgeknöpft wird; Oberhemd

      Beispiele

      • ein weißes Hemd anziehen
      • das Hemd in die Hose stecken
      • er trug sein Hemd über der Brust geöffnet
      • das Hemd wechseln

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      das Hemd ist/liegt mir näher als der Rock (der eigene Vorteil ist mir wichtiger als der eines anderen; nach dem Ausspruch »tunica propior pallio est« in der Komödie »Trinummus« [V, 2, 30] des römischen Dichters Plautus, um 250–184 v. Chr.)
    2. Hemd
      © MEV Verlag, Augsburg
      als Unterwäsche getragenes, über die Hüften reichendes, schmal geschnittenes, meist ärmelloses und mit Trägern versehenes Kleidungsstück; Unterhemd

      Beispiel

      nass bis aufs Hemd (völlig durchnässt) sein

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • halbes Hemd (salopp: 1. jugendlicher Gernegroß. 2. schmächtige Person.)
      • kein [ganzes] Hemd [mehr] auf dem/am Leib haben/tragen (umgangssprachlich: völlig heruntergekommen und mittellos sein)
      • das letzte/sein letztes Hemd hergeben; sich <Dativ> das letzte/sein letztes Hemd vom Leib reißen; sich <Dativ> bis aufs [letzte] Hemd ausziehen (umgangssprachlich: alles, was man besitzt, opfern, hergeben)
      • jemandem das Hemd über den Kopf ziehen (umgangssprachlich: jemandem alles, was er hat, wegnehmen)
      • sich <Dativ> das Hemd ausziehen lassen (umgangssprachlich: sich ausnutzen lassen)
      • jemanden bis aufs Hemd ausziehen/ausplündern (umgangssprachlich: jemandem so gut wie alles wegnehmen, ihn völlig ausplündern; ursprünglich von Räubern gesagt, die ihren Opfern nur das Hemd auf dem Leib ließen)
      • alles bis aufs Hemd verlieren (umgangssprachlich: nur das Nötigste retten können)
      • mach dir nicht ins Hemd (salopp: stell dich nicht so an)
      • das zieht einem [ja] das Hemd aus! (umgangssprachlich: das ist ja unmöglich, unerträglich!)
  1. (besonders früher) über den Kopf gezogenes, weit geschnittenes, langes Kleidungsstück mit Ärmeln

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