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Held, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Held

Bedeutungsübersicht

    1. (Mythologie) durch große und kühne Taten besonders in Kampf und Krieg sich auszeichnender Mann edler Abkunft (um den Mythen und Sagen entstanden sind)
    2. jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt
    3. jemand, der sich durch außergewöhnliche Tapferkeit im Krieg auszeichnet und durch sein Verhalten zum Vorbild [gemacht] wird
  1. (DDR) jemand, der auf seinem Gebiet Hervorragendes, gesellschaftlich Bedeutendes leistet
  2. männliche Hauptperson eines literarischen o. ä. Werks

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Held

Aussprache

Betonung: Hẹld🔉

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Helddie Helden
Genitivdes Heldender Helden
Dativdem Heldenden Helden
Akkusativden Heldendie Helden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. durch große und kühne Taten besonders in Kampf und Krieg sich auszeichnender Mann edler Abkunft (um den Mythen und Sagen entstanden sind)

      Herkunft

      mittelhochdeutsch helt, Herkunft ungeklärt

      Gebrauch

      Mythologie

      Beispiel

      die Helden des klassischen Altertums, der germanischen Sage
    2. jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt

      Herkunft

      mittelhochdeutsch helt, Herkunft ungeklärt

      Beispiel

      die von den schweren Rettungsarbeiten Heimkehrenden wurden als Helden gefeiert
    3. jemand, der sich durch außergewöhnliche Tapferkeit im Krieg auszeichnet und durch sein Verhalten zum Vorbild [gemacht] wird

      Herkunft

      mittelhochdeutsch helt, Herkunft ungeklärt

      Beispiele

      • ein tapferer Held
      • namenlose Helden des Weltkriegs
      • unsere gefallenen Helden (in pathetischer Redeweise; die gefallenen Soldaten)
      • aus den Gefallenen machten sie Helden
      • (abwertend) er spielt sich gern als Held/(veraltet:) als Helden auf
      • du bist mir [ja] ein [rechter/netter/schöner] Held! (scherzhaft oder ironisch; was du da gemacht, was du dir da geleistet hast, ist nicht besonders rühmlich)
      • ihr seid mir zwei [traurige] Helden!
      • (scherzhaft oder spöttisch) na, ihr Helden, was habt ihr denn da angestellt?
      • spiel doch nicht immer den Helden! (tu doch nicht so, als könnte dich nichts verletzen!)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • kein Held in etwas sein (umgangssprachlich scherzhaft oder spöttisch: [besonders in Bezug auf die Begabung eines Schülers für ein bestimmtes Fach] nicht besonders gut sein: in Mathematik ist er kein Held)
      • der Held des Tages, des Abends sein (aufgrund einer besonderen Tat o. Ä. vorübergehend im Mittelpunkt des Interesses stehen)
      • die Helden sind müde [geworden] (scherzhafte oder spöttische Feststellung in Bezug auf eine Gruppe oder einen Einzelnen, der bei seiner Tätigkeit an einem Punkt angelangt ist, an dem sein Elan nachlässt, er zurücksteckt, an dem Resignation in ihm Platz greift o. Ä.; nach dem ins Deutsche übertragenen Titel des französischen Films »Les héros sont fatigués«, 1955)
  1. jemand, der auf seinem Gebiet Hervorragendes, gesellschaftlich Bedeutendes leistet

    Gebrauch

    DDR

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    Held der Arbeit (DDR: 1. für hervorragende, der Gesamtheit dienende Leistungen von vorbildlichem Charakter verliehener Ehrentitel. 2. Träger[in] des Ehrentitels; Lehnübersetzung von russisch Geroj Truda.)
  2. männliche Hauptperson eines literarischen o. ä. Werks

    Grammatik

    Plural selten

    Herkunft

    wohl nach englisch hero (< lateinisch heros, Heros)

    Beispiele

    • der tragische Held
    • (veraltet) dieser Schauspieler spielt heute den jugendlichen Helden (die jugendliche Hauptperson, Rollenfach im Theater)

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