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Fett, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Fett

Bedeutungsübersicht

  1. aus tierischen oder pflanzlichen Zellen gewonnener oder synthetisch hergestellter fester, halbfester oder flüssiger Stoff, der hauptsächlich aus den Estern des Glyzerins und Fettsäuren besteht und als Nahrungsmittel oder für industriell-technische Zwecke verwendet wird
  2. Anhäufung von Fettgewebe im Körper von Menschen und Tieren

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Fett

Aussprache

Betonung: Fẹtt 🔉

Herkunft

aus dem Niederdeutschen < mittelniederdeutsch vet(te), substantiviertes Adjektiv

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Fettdie Fette
Genitivdes Fettes, Fettsder Fette
Dativdem Fettden Fetten
Akkusativdas Fettdie Fette

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. aus tierischen oder pflanzlichen Zellen gewonnener oder synthetisch hergestellter fester, halbfester oder flüssiger Stoff, der hauptsächlich aus den Estern des Glyzerins und Fettsäuren besteht und als Nahrungsmittel oder für industriell-technische Zwecke verwendet wird

    Beispiele

    • pflanzliche, tierische, synthetische Fette
    • das Fett brutzelt in der Pfanne
    • Fett auslassen
    • überflüssiges Fett abschöpfen
    • es roch nach ranzigem Fett

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • das Fett abschöpfen (umgangssprachlich: sich selbst den größten Vorteil, das Beste verschaffen)
    • sein Fett [ab]bekommen, [ab]kriegen (umgangssprachlich: verdientermaßen für etwas getadelt, bestraft werden; Herkunft ungeklärt, vielleicht ursprünglich ein ironischer Vergleich mit dem früheren Brauch des gemeinsamen Schweineschlachtens, bei dem jeder Besitzer eines Schlachttieres eine bestimmte Menge Fett erhielt)
    • sein Fett [weg]haben (umgangssprachlich: die verdiente Strafe bekommen haben; vgl. die vorige Wendung)
    • im Fett sitzen/schwimmen (umgangssprachlich: im Wohlstand leben)
  2. Anhäufung von Fettgewebe im Körper von Menschen und Tieren

    Beispiele

    • die Gans hat sehr viel Fett
    • Fett ansetzen (an Gewicht zunehmen)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) von seinem Fett zehren (von Reserven leben)
    • <in übertragener Bedeutung>: im eigenen Fett schmoren (umgangssprachlich; mit selbst verschuldeten Schwierigkeiten nicht fertigwerden)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    Fett schwimmt [immer] oben (scherzhafte Äußerung, die besagen soll, dass dicke Leute aufgrund ihres Fettes keine Angst vor dem Ertrinken zu haben brauchen)

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