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Ei­sen, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ei|sen
Beispiel: die Eisen schaffende oder eisenschaffende, Eisen verarbeitende oder eisenverarbeitende Industrie [Regel 58]

Bedeutungsübersicht

  1. silberweißes, in feuchter Luft leicht rostendes Schwermetall (chemisches Element; Zeichen: Fe; vgl. Ferrum)
  2. Gegenstand aus Eisen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Aussprache

Betonung: Eisen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch īse(r)n, althochdeutsch īsa(r)n, Herkunft ungeklärt

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Eisendie Eisen
Genitivdes Eisensder Eisen
Dativdem Eisenden Eisen
Akkusativdas Eisendie Eisen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. silberweißes, in feuchter Luft leicht rostendes Schwermetall (chemisches Element; Zeichen: Fe; vgl. Ferrum)

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • Eisen schmieden
    • die Eisen verarbeitende Industrie
    • Eisen führende (Eisenerz enthaltende) Schichten
    • ein Türschloss aus Eisen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist (man muss den rechten Augenblick nutzen)
  2. Gegenstand aus Eisen

    Beispiele

    • Schlägel und Eisen (Bergmannswerkzeuge)
    • das Eisen (Jägersprache; Fangeisen, Falle) war zugeschnappt
    • jemanden in Eisen (dichterisch, sonst veraltet; Ketten, Fesseln) legen
    • das Eisen (Golf; den Eisenschläger) führen lernen
    • das gegnerische Eisen (Fechten; die gegnerische Klinge) berühren

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • ein heißes Eisen (eine bedenkliche, heikle Sache, ein unbeliebtes Thema; nach einem mittelalterlichen Gottesurteil, bei dem der Angeklagte seine Unschuld dadurch beweisen sollte, dass er ein Stück heißes Eisen in die Hand nahm, ohne dabei Verbrennungen zu erleiden)
    • ein heißes Eisen anfassen/anpacken/anrühren (eine heikle Sache, ein heikles Thema aufgreifen)
    • zwei/mehrere/noch ein Eisen im Feuer haben (umgangssprachlich: mehr als eine Möglichkeit, in jedem Fall einen Ausweg haben)
    • in die Eisen gehen/steigen/treten (umgangssprachlich: [beim Autofahren] scharf abbremsen)
    • etwas zum alten Eisen werfen/legen (umgangssprachlich: etwas als überholt, unbrauchbar ansehen und nicht mehr nutzen)
    • zum alten Eisen gehören/zählen (umgangssprachlich: aus Altersgründen nicht mehr gebraucht werden)

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