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Das Wort des Jahres 2018 lautet „Heißzeit“

Bild: Federico Respini / unsplash.com

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat heute Morgen das Wort des Jahres 2018 bekannt gegeben: Heißzeit.

„Mit ihrer Wahl von ,Heißzeitʼ hat die Gesellschaft für deutsche Sprache eines der drängendsten globalen Probleme unserer Zeit, den Klimawandel, in den Mittelpunkt gerückt. Das Wort bezeichnet ein Phänomen, das durch den extrem trockenen und langen Sommer in diesem Jahr für die Menschen in Deutschland deutlich spürbar war“, sagt Dudenredakteurin Melanie Kunkel. Im Duden ist der Ausdruck noch nicht verzeichnet, anders als „Eiszeit“ sowie – im Onlinewörterbuch – „Warmzeit“ und „Kaltzeit“ als geologische Fachbegriffe. Ob sich die „Heißzeit“ im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

Auf Platz 2 wählte die Jury Funklochrepublik. Besonders in ländlichen Gebieten ist in Deutschland die Mobilfunkabdeckung vergleichsweise schlecht, was in den vergangenen Wochen zu der Debatte geführt hat, ob der neue Mobilfunkstandard 5G „an jeder Milchkanne nötig“ sei oder nicht. Platz 3 belegt der Ausdruck Ankerzentren für Einrichtungen, in denen Flüchtlinge bis zu einer Entscheidung über ihren Asylantrag untergebracht werden sollen. Vereinbart haben Union und SPD sie im Koalitionsvertrag; dabei steht der Wortbestandteil „Anker“ für „Ankunft, Entscheidung, Rückführung“.

Die vollständige Liste der Wörter des Jahres 2018 umfasst die folgenden Einträge:

  1. Heißzeit
  2. Funklochrepublik
  3. Ankerzentren
  4. Wir sind mehr
  5. strafbelobigt
  6. Pflegeroboter
  7. Diesel-Fahrverbot
  8. Handelskrieg
  9. Brexit-Chaos
  10. die Mutter aller Probleme

Einen Artikel zum Wort des Jahres finden Sie auf unserer Homepage unter Wort und Unwort des Jahres in Deutschland. Autor ist Jochen A. Bär, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Vechta.