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135 Jahre Duden – ein moderner Klassiker hat Geburtstag

Am 7. Juli 1880 erschien in Leipzig die erste Ausgabe des Duden unter dem Titel "Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache" von Konrad Duden. Dieser "Ur-Duden" umfasste rund 27 000 Stichwörter von "Aal" bis "zwote“. Der „Urduden“ fand rasch eine ungeheure Verbreitung, nicht nur, weil das 187 Seiten starke, kartonierte Buch für nur eine Mark zu kaufen war, sondern vor allem, weil es sich an der Praxis der Schreibenden orientierte. Mit seinem einfachen Verzeichnis von rund 27 000 Wörtern bot es all denen eine Hilfe, die – wie Konrad Duden im Vorwort schreibt – „ohne den langsamen und schwierigen Weg der Anwendung allgemeiner Regeln auf einzelne Fälle zu betreten, mitten in der Arbeit des Schreibens, Korrigierens oder Setzens schnell und zuverlässig über ein bestimmtes Wort, dessen Schreibung ihnen im Augenblick unsicher ist, Aufschluss haben wollen ...“.

Die Geschichte eines ungewöhnlichen Buches

Das „Orthographische Wörterbuch“ wurde bis zum Jahre 1900 von Konrad Duden kontinuierlich bearbeitet und erweitert. Von Auflage zu Auflage entwickelte sich das zunächst streng orthografische Wörterbuch mit seinen nüchternen Wortlisten zu einem vielseitigen Nachschlagewerk weiter. Konrad Duden fügte zahlreiche Wortbedeutungen hinzu und gab bei den seltenen deutschen Wörtern und bei Fremdwörtern außerdem deren Herkunft an. Neben mundartlichen Ausdrücken nahm er auch systematisch Wörter aus Fach- und Sondersprachen auf. Das Rechtschreibwörterbuch des Praktikers Konrad Duden verbreitet sich schnell an den Schulen. Doch nicht nur das: Auch die Setzer, Drucker und Korrektoren richten sich schon bald in allen orthografischen Fragen nach dem Duden. Schließlich schafft der „Urduden“ das, was alle staatlichen Konferenzen bis dahin vergeblich versucht haben: Er führt die Einheitsschreibung zunächst in Deutschland und in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum herbei. Ab der 7. Auflage (1902) war Konrad Dudens Werk faktisch das für die deutsche Rechtschreibung verbindliche Wörterbuch.

Vom „Orthographischen Wörterbuch“ zum Duden

Der Duden, der den für die Sprachgemeinschaft bedeutsamen Wortschatz der deutschen Sprache erfasst und die Schreibung der Wörter nach den verbindlichen amtlichen Regeln festlegt, ist zum „Volkswörterbuch“ geworden: Durch die Jahrzehnte hindurch spiegelt er technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, die kulturelle Entwicklung und alle politischen und gesellschaftlichen Wandlungen wider und zeigt wie ein Seismograf jede sprachliche Veränderung an. Heute gilt das Nachschlagewerk als höchste Rechtschreibinstanz. In der Dudenredaktion mit Sitz im Berliner Unternehmen Bibliographisches Institut GmbH arbeitet ein Team von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie beobachten und dokumentieren unter Einsatz modernster Datenbanktechnik Wortschatz und Sprachwandel des Deutschen. Wesentliche Grundlage der Wörterbucharbeit bildet heute die große und ständig wachsende elektronische Textsammlung, die der Verlag selbst erstellt hat und pflegt: das „Duden-Korpus” mit mittlerweile rund 2 Milliarden Wörtern bzw. Wortformen. Diese Sprachdatenbank sichert eine authentische Dokumentation der sich wandelnden deutschen Gegenwartssprache. Aus dem gesamten deutschen Sprachraum werden Textsorten unterschiedlichster Art – vom literarischen Text über Zeitungsartikel bis hin zu Gebrauchsanleitungen – verarbeitet und ausgewertet. Neben der Ausgewogenheit und Vielfalt der Textquellen spielen genaue linguistische Informationen zu jeder der Millionen von Wortformen eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse quantitativer und qualitativer Analyseverfahren schlagen sich unmittelbar in der Qualität der Duden-Nachschlagewerke nieder. Daneben nutzt die Dudenredaktion selbstverständlich das Internet, verschiedene Wirtschaftsdatenbanken und andere elektronische Textsammlungen als Arbeitswerkzeug. Auch die aktuelle, 26. Auflage des Standardwerks „Duden – Die deutsche Rechtschreibung” entspricht in allen Teilen der amtlichen, für Schulen und Behörden verbindlichen Rechtschreibregelung. Die aktuellste Auflage umfasst rund 140 000 Einträge mit sämtlichen Schreibvarianten, die nach der gültigen amtlichen Rechtschreibregelung zulässig und begründbar sind. Seit nunmehr 135 Jahren steht der Name Duden für Standardnachschlagewerke zur deutschen Gegenwartssprache und bürgt für höchste lexikografische Kompetenz. Die Wörterbücher des Dudenverlags zeigen nicht nur das breite Spektrum der deutschen Sprache, sondern sie geben vor allem Sicherheit in allen sprachlichen Belangen. Der Star im heute umfangreichen Dudenprogramm ist nach wie vor der Rechtschreibduden, seit 135 Jahren Leitfaden, Orientierungshilfe und das deutsche Gebrauchswörterbuch schlechthin: Wo immer Menschen mit Deutsch zu tun haben, ist er zur Hand. Denn in Sachen „richtiges und gutes Deutsch” ist und bleibt der Duden die maßgebliche Instanz.