Konrad-Duden-Preis

Mit dem Konrad-Duden-Preis werden Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler für ihre Verdienste um die Erforschung des Deutschen ausgezeichnet. Seit 1959 wurden mehr als 30 Preisträgerinnen und Preisträger prämiert.

Duden in Mannheim

Was ist der Konrad-Duden-Preis?

Der Konrad-Duden-Preis der Stadt Mannheim wird von der Stadt Mannheim zusammen mit dem Verlag Bibliographisches Institut (Dudenverlag) alle drei Jahre verliehen. Ausgezeichnet werden Menschen mit besonderen Verdiensten um die Erforschung der deutschen Sprache. Der Konrad-Duden-Preis ist mit 12 500 Euro dotiert und genießt innerhalb der Inlands- und Auslandsgermanistik ein sehr hohes Ansehen.

Logo Duden und Logo Stadt Mannheim

Wer sind die Preisträgerinnen und Preisträger?

Der Konrad-Duden-Preis wurde 1959 zum ersten Mal verliehen, erster Preisträger war Leo Weisgerber aus Bonn. Seitdem wurden insgesamt 30 Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler ausgezeichnet (siehe Liste der Preisträgerinnen und Preisträger). Darunter sind zahlreiche Auslandsgermanistinnen und Auslandsgermanisten wie Louis L. Hammerich (Kopenhagen, 1965), Gustav Korlén (Stockholm, 1967), Jean Fourquet (Paris, 1973), Ludwig Zabrocki (Posen, 1975), Mirra Guchmann (Moskau, 1983), Wladimir Admoni (Leningrad, 1987) und Cathrine Fabricius-Hansen (Oslo, 2003).

2017 wurde Professor Dr. Christian Fandrych von der Universität Leipzig mit dem Preis ausgezeichnet.

Wer entscheidet über die Preisvergabe?

Der Konrad-Duden-Preis wird auf Vorschlag eines Preisgerichts durch den Gemeinderat der Stadt Mannheim zuerkannt. Das Preisgericht tagt unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters. Weitere Mitglieder sind der Kulturbürgermeister, Vertreter der großen Gemeinderatsfraktionen, Rechtsanwalt Gustav Duden, Urenkel von Konrad Duden, sowie die Mitglieder des Sachverständigenausschusses, der im Vorfeld des Preisgerichts mehrere preiswürdige Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler auswählt und dem Preisgericht zur Entscheidung vorschlägt.

Wie groß ist die überregionale Bedeutung des Preises?

Seit der ersten Preisvergabe im Jahr 1959 ist der Konrad-Duden-Preis an Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler für deren Leistungen um die Erforschung des Deutschen verliehen worden, und zwar völlig unabhängig von der Tatsache, ob sie ihre Forschungen im In- oder im Ausland erbracht haben. Mit den Auszeichnungen von Mirra Guchmann und Wladimir Admoni wurde zum Beispiel die große Bedeutung, welche die sowjetisches Germanistik über viele Jahre lang hatte, gewürdigt.

Fördert der Preis besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs?

Der Konrad-Duden-Preis will bewusst kein Förderpreis für Nachwuchssprachwissenschaftler/-innen sein. Solche Förderpreise gibt es schon. Mit dem Konrad-Duden-Preis wird traditionell eine Gesamtleistung gewürdigt. Gerade darin liegt der besondere Wert dieser Auszeichnung.

Warum engagiert sich Duden in dieser Weise?

Der Dudenverlag schlägt seit Langem eine Brücke zwischen der germanistischen Sprachwissenschaft und der großen Sprachgemeinde. Er macht sich die Erkenntnisse sprachwissenschaftlicher Forschung zu eigen und entwickelt daraus mit seinen Wörterbüchern, Grammatiken und Sprachratgebern Handwerkszeuge, die Hilfestellung zu einem angemessenen und korrekten Gebrauch des Deutschen in Wort und Schrift geben. Mit seinem Engagement für den Konrad-Duden-Preis, der ursprünglich allein vom Verlag verliehen wurde, drückt der Dudenverlag seinen besonderen Respekt gegenüber den Leistungen der Sprachwissenschaftler/-innen aus.