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Verzeichnis der Fachausdrücke, Buchstabe R

Die folgenden Erklärungen zu den wichtigsten Fachausdrücken sollen lediglich erste Verständnishilfen bieten. Weitere Bezeichnungen, ausführliche Erläuterungen und mehr Beispiele findet man über das Register des Dudenbandes 4, der „Grammatik". Fachausdrücke, die in der Dudengrammatik verwendet werden, sind durch Fettdruck hervorgehoben.

real, Realität
Referent
Referenz
reflexiv
Reflexivpronomen
Reihung
Rektion
Rekurrenz
relativ
Relativpronomen

Relativsatz
Relativum
Restriktion
restriktiv
resultativ
Rezipientenpassiv
reziprok
Rhema
Rückbildung

R

real, Realität: im Vergleich zu Potenzialität und Irrealität (beides vgl. Register der Dudengrammatik) der wirklichkeitsbezogene „Normalfall“

Referent: das, worauf jemand mit einem sprachlichen Zeichen Bezug nehmen, worüber er eine Aussage machen will – z. B. eine Idee, eine Person, ein vorgestellter „Gegenstand in der außersprachlichen Welt“

Referenz: das Bezugnehmen, der Bezug auf etwas

reflexiv: rückbezüglich wie in sich waschen

Reflexivpronomen: rückbezügliches Fürwort (sich in sich waschen)

Reihung: mehrfaches Auftreten gleichartiger Elemente; Nebenordnung (z. B. in einer Aufzählung, in einer Satzverbindung); Koordination

Rektion: Eigenschaft von Verben, Adjektiven und Präpositionen, die Form eines von ihnen abhängigen Wortes zu bestimmen (jmdn. erwarten; seiner Sache gewiss; für einen Augenblick); Eigenschaft, eine infinite Verbform oder eine bestimmte Präposition (bzw. entsprechende Phrasen) als Ergänzung zu fordern: der Mut, der Wahrheit ins Auge zu blicken/zur Wahrheit; du sollst nicht warten

Rekurrenz: Wiederholung einzelner Wörter oder Ausdrücke im Text

relativ: sich auf ein anderes Element (im übergeordneten Satz) beziehend

Relativpronomen: der, die, das; welcher, welche, welches als Einleitung eines Relativsatzes

Relativsatz: Nebensatz mit relativer Bedeutung (typische Form: eingeleitet durch ein Relativpronomen oder ein Pro-Adverb, das sich auf eine Phrase im übergeordneten Satz bezieht: das Fahrrad, das du dir gekauft hast)

Relativum: Einleitewort (z. B. Relativpronomen, Adverb) für Relativsätze

Restriktion: für den Gebrauch, die Kombination oder die Neubildung von sprachlichen Elementen (z. B. Wörtern, Konstruktionsweisen) geltende Einschränkung

restriktiv: einschränkend

resultativ: das Ende/Ergebnis eines Geschehens ausdrückend; vgl. auch telisch, transformativ

Rezipientenpassiv: vgl. bekommen-Passiv

reziprok: gegenseitig wie in sich/einander begrüßen

Rhema: der Teil eines Satzes, der die Informationen enthält, die über das ThemaFSP mitgeteilt werden. Das Rhema trägt an der Stelle des wichtigsten Informationsfortschritts den Satzakzent/Fokusakzent.

Rückbildung: Ableitung von einem komplexen Ausgangswort durch Suffixtilgung