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Fragezeichen

Zu weiteren Informationen:
Anführungszeichen (D 9, 10)
Gedankenstrich (D 46)
Klammern (D 99)

D 36:

1. Das Fragezeichen kennzeichnet einen Satz als Frage <§ 70>.

  • Wo wohnst du? Wie heißt du?
  • Was gibt es zu essen? Wann? Wo?
  • »Weshalb darf ich das denn nicht?«, fragte sie.
  • Kommt er bald nach Hause?
  • Sie heißen auch Meier?

2. Das gilt auch für frei stehende Zeilen, z. B. bei einer Überschrift <§ 70 E2>.

  • Volksentscheid in Bayern?
  • Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

  1. Fragenebensätze haben keinen Einfluss auf das Satzschlusszeichen. Ein Fragezeichen erscheint nur, wenn der zusammengesetzte Satz als Ganzes eine Frage ausdrückt.

  • Sie fragte, wann sie kommen solle.
  • Sag mir sofort, woher du das Geld hast!
  • Weiß man schon, wer gewonnen hat?

2. Ein eingeklammertes Fragezeichen kann in bestimmten Fällen anzeigen, dass eine Angabe innerhalb eines Textes bezweifelt wird.

  • Das Mädchen behauptet, das Geld gefunden (?) zu haben.
  • Nach Zeugenaussagen hatte der Angeklagte 24 (?) Schnäpse getrunken, bevor er sich ans Steuer setzte.

3. Gelegentlich werden ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen gesetzt, um einen Fragesatz gleichzeitig als Ausrufesatz zu kennzeichnen.

  • Was fällt dir denn ein?!

 

D 37:

Aneinandergereihte Fragen oder Fragewörter können mit Komma verbunden werden. Das Fragezeichen steht dann nur am Ende der Aneinanderreihung <§ 70 E1>.

  • Was höre ich, wie viele Mitglieder sind aus dem Verein ausgetreten? (Oder: Was höre ich? Wie viele Mitglieder sind aus dem Verein ausgetreten?)
  • Wie denn, wo denn, was denn? (Oder: Wie denn? Wo denn? Was denn?)
  • Soll man sich ärgern, soll man sich den Tag verderben lassen? (Oder: Soll man sich ärgern? Soll man sich den Tag verderben lassen?)
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