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winden

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win­den

Wortart: starkes Verb

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
win|den
Beispiele:
du wandest; du wändest; gewunden; wind[e]!; sich winden

Synonyme zu winden

Aussprache

Betonung:
wịnden
Lautschrift:
[ˈvɪndn̩]

Herkunft

mittelhochdeutsch winden, althochdeutsch wintan, eigentlich = drehen, wenden, flechten

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«

Bedeutungen und Beispiele

    1. durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etwas befestigen, zu etwas verbinden

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • Blumen in einen Kranz winden
      • sie wand dem Kind Schleifen ins Haar
      • sie wanden Zweige und Blumen zu Girlanden
    2. durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • aus Blumen Kränze winden
      • er wand bunte Girlanden aus Papier
    3. um etwas legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • sie windet ein Band um das Buch
      • das Kind wand (selten; legte, schlang) seine Arme um den Hals der Mutter
      • er wand sich, dem Kind ein Tuch um den Kopf
    4. sich um etwas herumschlingen; um etwas gelegt, geschlungen sein

      Grammatik

      sich winden

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • die Bohnen winden sich um die Stangen
      • die Zöpfe wanden sich kranzförmig um ihren Kopf
  1. durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiele

    • einem Angreifer den Stock, die Waffe aus der Hand winden
    • sie wanden der weinenden Mutter das Kind aus den Armen
    1. sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen

      Grammatik

      sich winden

      Beispiel

      die Schlange windet sich im Sand
    2. sich krümmen, krampfhafte Bewegungen machen

      Grammatik

      sich winden

      Beispiele

      • sich in Krämpfen winden
      • sie wand sich vor Schmerzen, vor Weinen und Schluchzen
      • er wand sich vor Verlegenheit, vor Scham, vor Lachen
      • <in übertragener Bedeutung>: eine gewundene (nach Ausflüchten klingende) Erklärung abgeben
      • <in übertragener Bedeutung>: gewundene (umständlich gedrechselte, verschlungene) Sätze
      • <in übertragener Bedeutung>: sich sehr gewunden (umständlich und gekünstelt) ausdrücken
    1. sich durch etwas irgendwohin schlängeln (2)

      Grammatik

      sich winden

      Beispiele

      • er versuchte sich durch die Menge zu winden
      • er wand sich durch die Absperrung nach vorn
    2. in einer unregelmäßigen Schlangenlinie, in unregelmäßigen Bogen irgendwo verlaufen; sich schlängeln (1b)

      Grammatik

      sich winden

      Beispiele

      • ein schmaler Pfad windet sich bergaufwärts
      • eine gewundene Treppe
      • ein gewundener Flusslauf
  2. mit einer Winde (1) irgendwohin befördern

    Herkunft

    zu Winde (1)

    Beispiele

    • eine Last aufs Baugerüst, nach oben winden
    • die Netze aus dem Meer winden

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