winden
Wortart: starkes Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- win|den
- Beispiele:
- du wandest; du wändest; gewunden; wind[e]!; sich winden
Bedeutungen
-
- (gehoben) durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etwas befestigen, zu etwas verbinden
- (gehoben) durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen
- (gehoben) um etwas legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen
- (gehoben) sich um etwas herumschlingen; um etwas gelegt, geschlungen sein
- (gehoben) durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen
- mit einer Winde irgendwohin befördern
Synonyme zu winden
- sich herumschlingen, sich hochranken, sich ringeln, sich schlängeln, sich schlingen, umfassen, umgreifen, umranken, umschließen, umschlingen, sich wickeln; (gehoben) emporranken
- sich beugen, sich biegen, eine krumme Haltung/Form annehmen, sich krümmen
- in Kurven/Schlangenlinien verlaufen, sich schlängeln
- [durch]schlüpfen, gleiten, sich lavieren, sich schieben, sich schlängeln, sich wie eine Schlange bewegen
- ausweichen, entgehen, sich fernhalten, herumgehen, hinhalten, sich nicht festlegen, offenlassen, scheuen, umgehen, vermeiden, zurückweichen; (gehoben) sich entziehen, fliehen, meiden; (umgangssprachlich) sich drücken, einen [großen] Bogen machen, sich herumdrücken
- aufbinden, flechten, knoten, knüpfen, schlingen, schnüren, verbinden, zusammenbinden, zusammendrehen, zusammenschnüren
- binden, herumbinden, herumlegen, sich herumschlagen, herumschlingen, herumwickeln, umbinden, umwickeln
Aussprache
- Betonung:
- wịnden
- Lautschrift:
- [ˈvɪndn̩]
Herkunft
- mittelhochdeutsch winden, althochdeutsch wintan, eigentlich = drehen, wenden, flechten
Grammatik
- starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
Bedeutungen und Beispiele
-
-
durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etwas befestigen, zu etwas verbinden
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- Blumen in einen Kranz winden
- sie wand dem Kind Schleifen ins Haar
- sie wanden Zweige und Blumen zu Girlanden
-
durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. herstellen, anfertigen
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- aus Blumen Kränze winden
- er wand bunte Girlanden aus Papier
-
um etwas legen, binden, knüpfen, durch Darumlegen, -binden anbringen, befestigen
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- sie windet ein Band um das Buch
- das Kind wand (selten; legte, schlang) seine Arme um den Hals der Mutter
- er wand sich, dem Kind ein Tuch um den Kopf
-
sich um etwas herumschlingen; um etwas gelegt, geschlungen sein
Grammatik
- sich winden
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- die Bohnen winden sich um die Stangen
- die Zöpfe wanden sich kranzförmig um ihren Kopf
-
durch Schlingen, Drehen, Flechten o. Ä. an, in etwas befestigen, zu etwas verbinden
-
durch heftige drehende Bewegungen aus den Händen reißen, gewaltsam wegnehmen
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- einem Angreifer den Stock, die Waffe aus der Hand winden
- sie wanden der weinenden Mutter das Kind aus den Armen
-
-
sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen
Grammatik
- sich winden
Beispiel
die Schlange windet sich im Sand -
sich krümmen, krampfhafte Bewegungen machen
Grammatik
- sich winden
Beispiele
- sich in Krämpfen winden
- sie wand sich vor Schmerzen, vor Weinen und Schluchzen
- er wand sich vor Verlegenheit, vor Scham, vor Lachen
- <in übertragener Bedeutung>: eine gewundene (nach Ausflüchten klingende) Erklärung abgeben
- <in übertragener Bedeutung>: gewundene (umständlich gedrechselte, verschlungene) Sätze
- <in übertragener Bedeutung>: sich sehr gewunden (umständlich und gekünstelt) ausdrücken
-
sich in schlangenartigen Bewegungen, in einer Schlangenlinie gleitend fortbewegen
-
-
sich durch etwas irgendwohin schlängeln (2)
Grammatik
- sich winden
Beispiele
- er versuchte sich durch die Menge zu winden
- er wand sich durch die Absperrung nach vorn
-
in einer unregelmäßigen Schlangenlinie, in unregelmäßigen Bogen irgendwo verlaufen; sich schlängeln (1b)
Grammatik
- sich winden
Beispiele
- ein schmaler Pfad windet sich bergaufwärts
- eine gewundene Treppe
- ein gewundener Flusslauf
-
sich durch etwas irgendwohin schlängeln (2)
-
mit einer Winde (1) irgendwohin befördern
Herkunft
- zu Winde (1)
Beispiele
- eine Last aufs Baugerüst, nach oben winden
- die Netze aus dem Meer winden

