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verfallen

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ver­fal­len

Wortart: starkes Verb

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
ver|fal|len
Beispiele:
das Haus ist verfallen; er ist dem Alkohol verfallen

Synonyme zu verfallen

Aussprache

Betonung:
verfạllen
Lautschrift:
[fɛɐ̯ˈfalən]

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »ist«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich verfalle ich verfalle  
  du verfällst du verfallest verfall, verfalle!
  er/sie/es verfällt er/sie/es verfalle  
Plural wir verfallen wir verfallen  
  ihr verfallt ihr verfallet
  sie verfallen sie verfallen  
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich verfiel ich verfiele
  du verfielst du verfielest
  er/sie/es verfiel er/sie/es verfiele
Plural wir verfielen wir verfielen
  ihr verfielt ihr verfielet
  sie verfielen sie verfielen
Partizip I verfallend
Partizip II verfallen
Infinitiv mit zu zu verfallen

Bedeutungen und Beispiele

    1. baufällig werden und allmählich zusammenfallen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch vervallen, althochdeutsch farfallan

      Beispiele

      • das Bauwerk verfällt
      • er lässt sein Haus verfallen
      • ein verfallenes Gemäuer, Schloss
    2. seine körperliche [und geistige] Kraft verlieren

      Beispiel

      der Kranke verfällt zusehends
    3. eine Epoche des Niedergangs durchmachen; sich auflösen

      Beispiele

      • die Sitten verfallen
      • seine Autorität, das Römische Reich verfiel
  1. nach einer bestimmten Zeit wertlos oder ungültig werden

    Beispiele

    • eine Banknote, Briefmarke, ein Wechsel verfällt
    • die Eintrittskarten sind verfallen
    • das Medikament, die Konserve ist verfallen (das Haltbarkeitsdatum ist überschritten)
    1. in einen bestimmten [negativen] Zustand, eine bestimmte [negative] Verhaltensweise geraten

      Beispiele

      • in Schweigen, Ratlosigkeit, Wut verfallen
      • in tiefen Schlaf, einen leichten Schlummer verfallen
      • in den alten Fehler verfallen
    2. in eine andere Art (innerhalb einer Abstufung) übergehen, hineingeraten

      Beispiele

      • in seinen Dialekt verfallen
      • das Pferd verfiel in Trab
  2. in einen Zustand der Abhängigkeit von jemandem, etwas geraten

    Beispiele

    • einer Leidenschaft, dem Alkohol, den Verlockungen der Großstadt verfallen
    • sie war dem Zauber dieser Landschaft verfallen
    • sie war diesem Mann verfallen (war ihm hörig)
    • (gehoben) er ist dem Tode verfallen (wird bald sterben)
  3. auf etwas kommen, sich etwas Merkwürdiges, Ungewöhnliches ausdenken

    Beispiele

    • auf eine abwegige Idee, einen teuflischen Plan verfallen
    • wie konntest du nur darauf verfallen, sie danach zu fragen?
    • warum seid ihr ausgerechnet auf ihn verfallen? (habt ihr ihn dazu ausersehen, euch an ihn gewandt?)
    1. jemandem, einer Institution zufallen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch vervallen, althochdeutsch farfallan

      Beispiel

      die Schmuggelware, der Besitz verfällt dem Staat
    2. von der Wirksamkeit einer Sache betroffen werden

      Herkunft

      mittelhochdeutsch vervallen, althochdeutsch farfallan

      Gebrauch

      Papierdeutsch veraltend

      Beispiele

      • einer Strafe verfallen
      • der Antrag verfiel der Ablehnung (wurde abgelehnt)

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