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trau­en

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: trau|en
Beispiele: der Pfarrer traut das Paar; jemandem trauen (vertrauen); sich trauen; ich traue mich nicht (selten mir nicht), das zu tun

Bedeutungsübersicht

  1. Vertrauen zu jemandem, etwas haben; jemandem, einer Sache Glauben schenken; nichts Böses hinter jemandem, etwas vermuten
    1. etwas zu tun wagen, sich getrauen (meist verneint oder fragend)
    2. sich an eine Stelle oder von der Stelle wagen (meist verneint oder fragend)
  2. von Amts wegen in einer staatlichen oder kirchlichen Zeremonie ehelich verbinden

Synonyme zu trauen

  • den Mut haben, die Stirn haben, sich erlauben, sich getrauen, riskieren, sich unterstehen, wagen; (gehoben) sich erdreisten, sich erkühnen, sich unterfangen, sich vermessen; (umgangssprachlich) die Courage haben, sich herausnehmen; (gehoben abwertend) sich nicht entblöden
  • arglos sein, nichts Böses vermuten, sich verlassen auf, vertrauen, Vertrauen entgegenbringen/haben; (gehoben) Glauben schenken
  • die Trauung vollziehen, ehelich verbinden, verheiraten; (gehoben) sich vermählen

Aussprache

Betonung: trauen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch trūwen, althochdeutsch trū(w)ēn, eigentlich = fest werden, verwandt mit treu, ursprünglich = glauben, hoffen, zutrauen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich traueich traue 
 du traustdu trauest trau, traue!
 er/sie/es trauter/sie/es traue 
Pluralwir trauenwir trauen 
 ihr trautihr trauet 
 sie trauensie trauen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich trauteich traute
 du trautestdu trautest
 er/sie/es trauteer/sie/es traute
Pluralwir trautenwir trauten
 ihr trautetihr trautet
 sie trautensie trauten
Partizip I trauend
Partizip II getraut
Infinitiv mit zu zu trauen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Vertrauen zu jemandem, etwas haben; jemandem, einer Sache Glauben schenken; nichts Böses hinter jemandem, etwas vermuten

    Beispiele

    • dieser Frau kann man trauen
    • ich traue seinen Worten nicht [recht]
    • seinen Versprechungen ist nicht zu trauen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    trau, schau, wem! (man soll sich einen Menschen erst genau ansehen, ehe man ihm vertraut)
    1. etwas zu tun wagen, sich getrauen (meist verneint oder fragend)

      Grammatik

      sich trauen

      Beispiele

      • ich traue mich/(selten, landschaftlich:) mir nicht, auf den Baum zu klettern
      • <auch ohne Infinitiv>: du traust dich ja nicht (hast keinen Mut)!
    2. sich an eine Stelle oder von der Stelle wagen (meist verneint oder fragend)

      Grammatik

      sich trauen

      Beispiel

      traust du dich allein in die Stadt, aus dem Haus?
  2. von Amts wegen in einer staatlichen oder kirchlichen Zeremonie ehelich verbinden

    Herkunft

    schon mittelhochdeutsch, eigentlich = (dem Manne) anvertrauen

    Beispiele

    • der Standesbeamte, Pfarrer hat das Paar getraut
    • sich trauen lassen

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