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trauen

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trau­en

Wortart: schwaches Verb

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
trau|en
Beispiele:
der Pfarrer traut das Paar; jemandem trauen (vertrauen); sich trauen; ich traue mich nicht (selten mir nicht), das zu tun

Synonyme zu trauen

  • den Mut haben, die Stirn haben, sich erlauben, sich getrauen, riskieren, sich unterstehen, wagen; (gehoben) sich erdreisten, sich erkühnen, sich unterfangen, sich vermessen; (umgangssprachlich) die Courage haben, sich herausnehmen; (gehoben abwertend) sich nicht entblöden
  • arglos sein, nichts Böses vermuten, sich verlassen auf, vertrauen, Vertrauen entgegenbringen/haben; (gehoben) Glauben schenken
  • die Trauung vollziehen, ehelich verbinden, verheiraten; (gehoben) sich vermählen

Aussprache

Betonung:
tra̲u̲en

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Herkunft

mittelhochdeutsch trūwen, althochdeutsch trū(w)ēn, eigentlich = fest werden, verwandt mit ↑treu, ursprünglich = glauben, hoffen, zutrauen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich traue ich traue  
  du traust du trauest trau, traue!
  er/sie/es traut er/sie/es traue  
Plural wir trauen wir trauen  
  ihr traut ihr trauet
  sie trauen sie trauen  
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich traute ich traute
  du trautest du trautest
  er/sie/es traute er/sie/es traute
Plural wir trauten wir trauten
  ihr trautet ihr trautet
  sie trauten sie trauten
Partizip I trauend
Partizip II getraut
Infinitiv mit zu zu trauen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Vertrauen zu jemandem, etwas haben; jemandem, einer Sache Glauben schenken; nichts Böses hinter jemandem, etwas vermuten

    Beispiele

    • dieser Frau kann man trauen
    • ich traue seinen Worten nicht [recht]
    • seinen Versprechungen ist nicht zu trauen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    trau, schau, wem! (man soll sich einen Menschen erst genau ansehen, ehe man ihm vertraut)
    1. etwas zu tun wagen, sich getrauen (meist verneint oder fragend)

      Grammatik

      sich trauen

      Beispiele

      • ich traue mich/(selten, landschaftlich:) mir nicht, auf den Baum zu klettern
      • <auch ohne Infinitiv>: du traust dich ja nicht (hast keinen Mut)!
    2. sich an eine Stelle oder von der Stelle wagen (meist verneint oder fragend)

      Grammatik

      sich trauen

      Beispiel

      traust du dich allein in die Stadt, aus dem Haus?
  2. von Amts wegen in einer staatlichen oder kirchlichen Zeremonie ehelich verbinden

    Herkunft

    schon mittelhochdeutsch, eigentlich = (dem Manne) anvertrauen

    Beispiele

    • der Standesbeamte, Pfarrer hat das Paar getraut
    • sich trauen lassen

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