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stop­fen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: stop|fen

Bedeutungsübersicht

  1. ein Loch in einem Gewebe o. Ä. mit Nadel und Faden ausbessern, indem es mit gitterartig verspannten Längs- und Querfäden dicht ausgefüllt wird
  2. etwas [ohne besondere Sorgfalt] schiebend in etwas hineinstecken
    1. stopfend mit einer Füllung versehen
    2. (Musik) die Faust oder einen trichterförmigen Dämpfer in die Schallöffnung einführen, dadurch die Tonstärke vermindern und zugleich die Tonhöhe heraufsetzen
  3. eine Lücke o. Ä. mit etwas ausfüllen und dadurch schließen; zustopfen
  4. (Kochkunst) (Geflügel, besonders Gänse) mit Mais o. Ä. zwangsweise mästen
  5. (familiär) schlingen
  6. die Verdauung hemmen
  7. (umgangssprachlich) sättigend wirken, satt machen

Synonyme zu stopfen

Aussprache

Betonung: stọpfen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch stopfen, althochdeutsch (bi-, ver)stopfōn = verschließen, wohl < mittellateinisch stuppare = mit Werg verstopfen, zu lateinisch stuppa = Werg, zum Teil unter Einfluss von mittelhochdeutsch stopfen, althochdeutsch stopfōn = stechen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich stopfeich stopfe 
 du stopfstdu stopfest stopf, stopfe!
 er/sie/es stopfter/sie/es stopfe 
Pluralwir stopfenwir stopfen 
 ihr stopftihr stopfet
 sie stopfensie stopfen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich stopfteich stopfte
 du stopftestdu stopftest
 er/sie/es stopfteer/sie/es stopfte
Pluralwir stopftenwir stopften
 ihr stopftetihr stopftet
 sie stopftensie stopften
Partizip I stopfend
Partizip II gestopft
Infinitiv mit zu zu stopfen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. ein Loch in einem Gewebe o. Ä. mit Nadel und Faden ausbessern, indem es mit gitterartig verspannten Längs- und Querfäden dicht ausgefüllt wird

    Beispiele

    • ein Loch in der Hose stopfen
    • die Socken waren schon an mehreren Stellen gestopft
    • gestopfte Strümpfe
  2. etwas [ohne besondere Sorgfalt] schiebend in etwas hineinstecken

    Beispiele

    • Sachen in den Koffer stopfen
    • er stopfte das Hemd in die Hose
    • sich Watte in die Ohren stopfen
    • das Kind stopft sich alles in den Mund
    • <in übertragener Bedeutung>: die Kinder ins Auto stopfen
    1. stopfend (2) mit einer Füllung versehen

      Beispiele

      • ein Kissen mit Daunen stopfen
      • ich stopfte mir eine Pfeife
      • <in übertragener Bedeutung>: sich den leeren Bauch stopfen
      • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) der Saal war gestopft voll (war bis auf den letzten Platz gefüllt)
    2. die Faust oder einen trichterförmigen Dämpfer in die Schallöffnung einführen, dadurch die Tonstärke vermindern und zugleich die Tonhöhe heraufsetzen

      Gebrauch

      Musik

      Beispiel

      eine gestopfte Trompete
  3. eine Lücke o. Ä. mit etwas ausfüllen und dadurch schließen; zustopfen

    Beispiele

    • ein Loch im Zaun, ein Leck mit Werg stopfen
    • <in übertragener Bedeutung>: ein Loch im Etat stopfen (ein Defizit beseitigen)
  4. (Geflügel, besonders Gänse) mit Mais o. Ä. zwangsweise mästen

    Gebrauch

    Kochkunst

    Beispiele

    • Geflügel stopfen
    • <in übertragener Bedeutung>: sie wurde mit Eiern und Schinken gestopft
  5. schlingen

    Gebrauch

    familiär

    Beispiel

    stopf nicht so!
  6. die Verdauung hemmen

    Beispiel

    Kakao stopft
  7. sättigend wirken, satt machen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    Brei stopft

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