schnallen
Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- schnal|len
- Beispiel:
- etwas schnallen (umgangssprachlich für verstehen)
Synonyme zu schnallen
- schnippen, schnipsen; (landschaftlich, besonders bayrisch) schnackeln
- anbinden, anbringen, angurten, anseilen, befestigen, festbinden, festgurten, festmachen, festschnallen, gurten; (besonders Seemannssprache) festzurren, verzurren
- abmachen, abnehmen, aufgurten, losbinden, [los]lösen, losmachen; (umgangssprachlich) aufmachen
- begreifen, sich bewusst werden, durchschauen, erfassen, erkennen, klar werden, realisieren, verstehen; (umgangssprachlich) durchblicken, kapieren; (salopp) checken, durchsteigen, packen, raffen, ticken; (besonders Jugendsprache) blicken
Aussprache
- Betonung:
- schnạllen
Herkunft
- mittelhochdeutsch snallen = schnellen, sich mit schnappendem Laut bewegen
Grammatik
- schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Bedeutungen und Beispiele
-
-
einer Sache mithilfe einer daran befestigten Schnalle (1) eine bestimmte Weite geben
Beispiel
den Riemen, Gürtel enger, weiter schnallen -
mithilfe eines mit einer Schnalle (1) versehenen Riemens, Gurtes o. Ä. irgendwo befestigen
Beispiel
eine Decke auf den Koffer schnallen -
durch Aufmachen, Lösen von Schnallen an Riemen, Gurten o. Ä. von etwas losmachen und abnehmen
Beispiel
die Tasche vom Gepäckträger schnallen
-
einer Sache mithilfe einer daran befestigten Schnalle (1) eine bestimmte Weite geben
-
begreifen, verstehen
Herkunft
- wohl im Sinne von »(sich) etwas aufschnallen = (sich) etwas im Gedächtnis festmachen«
Gebrauch
salopp
Beispiel
der Typ schnallts echt nicht -
irreführen, täuschen, prellen, übervorteilen
Herkunft
- Nebenform von mittelhochdeutsch snellen (schnellen) = ein Schnippchen schlagen
Gebrauch
salopp
Beispiel
sie haben ihn ganz schön geschnallt -
schnalzen
Gebrauch
süddeutsch
Beispiel
mit den Fingern, mit der Zunge schnallen

