schmeicheln
Wortart: schwaches Verb
Synonyme zu schmeicheln
- sich anbiedern, sich aufdrängen, bekomplementieren, sich beliebt machen, sich einschmeicheln, hofieren, jemandes Vorzüge hervorheben, Komplimente machen, schöntun, um den Bart gehen/streichen, umwerben; (bildungssprachlich) antichambrieren; (umgangssprachlich) Honig um den Bart schmieren, sich lieb Kind machen; (salopp) sich anschmeißen, sich anwanzen; (derb) in den Arsch/Hintern kriechen; (abwertend) kriechen, lobhudeln, schmusen; (umgangssprachlich abwertend) beweihräuchern, sich einschleimen, Rad fahren, scharwenzeln, schwänzeln, Süßholz raspeln; (landschaftlich) sich anvettern; (schweizerisch mundartlich) höfeln; (veraltend) poussieren; (schweizerisch, sonst veraltend) flattieren; (veraltet abwertend) schweifwedeln
- kleiden, passen, sitzen, stehen
Herkunft
- mittelhochdeutsch smeicheln, Weiterbildung aus: smeichen, ursprünglich = streichen
Grammatik
- schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Bedeutungen und Beispiele
- übertrieben Gutes über jemanden sagen, ihn wortreich loben [um sich beliebt zu machen]
Beispiele
- man schmeichelte ihr, sie sei eine große Künstlerin
- <auch ohne Dativobjekt>: er versteht zu schmeicheln
- sich geschmeichelt fühlen
- jemandes Selbstgefühl heben
Beispiel
diese Worte schmeicheln seiner Eitelkeit - jemandes äußere Vorzüge zur Geltung bringen, jemanden in ein günstiges Licht stellen
Beispiel
dieses Kleid schmeichelt jeder vollschlanken Dame - (auf etwas) stolz sein, sich etwas einbilden
Grammatik
- sich schmeicheln
Beispiel
ich schmeichle mir, das schon längst erkannt zu haben
- übertrieben Gutes über jemanden sagen, ihn wortreich loben [um sich beliebt zu machen]
- liebkosen, zärtlich sein
Gebrauch
veraltend
Beispiele
- Kinder schmeicheln gern
- <in übertragener Bedeutung>: ein schmeichelndes (lieblich duftendes) Parfüm
- in jemandes Ohr, Sinne sanft hineindringen, eingehen
Grammatik
- sich schmeicheln
Beispiele
- die Klänge schmeicheln sich ins Ohr
- schmeichelnde Musik
- liebkosen, zärtlich sein
