rücken
Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- rü|cken
- Beispiel:
- jemandem zu Leibe rücken
Aussprache
- Betonung:
- rụ̈cken
Herkunft
- mittelhochdeutsch rücken, althochdeutsch rucchen, Herkunft ungeklärt
Bedeutungen und Beispiele
-
-
etwas [mit einem Ruck, ruckweise] an einen anderen Platz, in eine andere Lage bewegen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Beispiele
- den Tisch an die Wand, nach rechts, unter das Fenster rücken
- die schwere Kiste ließ sich nicht [von der Stelle] rücken
- die Vase in der Auslage zur Seite rücken
- eine Schachfigur zwei Felder nach vorn rücken
- er rückte die Mütze in die Stirn
- (Forstwirtschaft) Holz rücken (das geschlagene Holz zum Lagerplatz transportieren)
-
etwas durch kurzes Schieben, Ziehen [hin und her] bewegen
Grammatik
- Perfektbildung mit »hat«
Beispiele
- er rückte nervös an seiner Krawatte, Brille
- an dem Zeiger der Uhr rücken
-
etwas [mit einem Ruck, ruckweise] an einen anderen Platz, in eine andere Lage bewegen
-
sich [mit einem Ruck, ruckweise] irgendwohin bewegen, sich [sitzend, mit seiner Sitzgelegenheit] an einen anderen Platz bewegen
Grammatik
- Perfektbildung mit »ist«
Beispiele
- er rückte ihm immer näher
- sie rückte [auf dem Sofa] in die Ecke
- rück doch [mit deinem Stuhl] etwas näher an den Tisch
- kannst du ein bisschen [zur Seite, nach links] rücken?
- der Zeiger rückte auf 12
- <in übertragener Bedeutung>: er ist an seine Stelle gerückt (er hat seine Stelle, seinen Aufgabenbereich übernommen)
- <in übertragener Bedeutung>: in den Bereich des Möglichen, in den Mittelpunkt rücken
- <in übertragener Bedeutung>: sein Vorhaben rückt in weite Ferne (lässt sich vorläufig nicht realisieren)
-
-
(irgendwohin) ausrücken, ziehen
Grammatik
- Perfektbildung mit »ist«
Gebrauch
besonders Militär
Beispiel
ins Feld, an die Front, ins Manöver r -
irgendwohin ausziehen, wandern
Grammatik
- Perfektbildung mit »ist«
Gebrauch
landschaftlich
Beispiel
in die Natur, an einen See rücken
-
(irgendwohin) ausrücken, ziehen

