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rösten

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rös­ten

Wortart: schwaches Verb

Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
rös|ten

Synonyme zu rösten

[auf dem Grill] braten, bräteln, [braun] brennen, grillen, toasten; (schweizerisch) grillieren; (süddeutsch) brägeln, bregeln; (umgangssprachlich) brutzeln; (landschaftlich) backen, schmurgeln

Aussprache

rö̲sten

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, auch: [ˈrœstn̩] 

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Herkunft

mittelhochdeutsch rœsten, althochdeutsch rōsten, zu ↑Rost

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
Präsens Indikativ Konjunktiv I Imperativ
Singular ich röste ich röste  
  du röstest du röstest röst, röste!
  er/sie/es röstet er/sie/es röste  
Plural wir rösten wir rösten  
  ihr röstet ihr röstet
  sie rösten sie rösten  
Präteritum Indikativ Konjunktiv II
Singular ich röstete ich röstete
  du röstetest du röstetest
  er/sie/es röstete er/sie/es röstete
Plural wir rösteten wir rösteten
  ihr röstetet ihr röstetet
  sie rösteten sie rösteten
Partizip I röstend
Partizip II geröstet
Infinitiv mit zu zu rösten

Bedeutungen und Beispiele

    1. etwas längere Zeit (über einem Feuer, im Backofen o. Ä.) ohne Zusatz von Fett oder Wasser großer Hitze aussetzen, sodass es gar wird, eine braune Kruste bekommt, knusprig wird

      Beispiele

      • Brot, Kastanien, Fleisch, Haferflocken, Nüsse rösten
      • einen Fisch auf dem Grill rösten
      • frisch gerösteter Kaffee
      • <in übertragener Bedeutung>: (scherzhaft) sich [in der Sonne] rösten (sich längere Zeit starker Sonnenbestrahlung aussetzen)
    2. geröstet (1a) werden

      Gebrauch

      selten

      Beispiele

      • lass mein Steak noch etwas rösten
      • <in übertragener Bedeutung>: (scherzhaft) in der Sonne rösten (über längere Zeit starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein)
    1. braten (a)

      Gebrauch

      landschaftlich

      Beispiel

      Kartoffeln rösten
    2. braten (b)

      Gebrauch

      landschaftlich

      selten

      Beispiel

      die Steaks in der Pfanne rösten
  1. (Erze) großer Hitze aussetzen, um bestimmte chemische Prozesse zu bewirken

    Gebrauch

    Hüttenwesen

    Beispiel

    Erz rösten
  2. (bei der Gewinnung von Flachs, Hanf oder Jute) das Rohmaterial der Einwirkung von Tau, Regen und Luft aussetzen, in [mit Chemikalien versetztes] Wasser legen oder mit Dampf behandeln, um so die Fasern von dem klebenden Pektin zu befreien

    Herkunft

    mittelhochdeutsch rœʒen = faulen machen, später zusammengefallen mit 1–3

    Gebrauch

    Fachsprache

    Beispiel

    Flachs, Hanf rösten

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