10014466

na­iv

Wortart: Adjektiv

Häufigkeit:

Rechtschreibung

Worttrennung:
na|iv
Beispiele:
naive Malerei; naive und sentimentalische Dichtung (bei Schiller)

Aussprache

Betonung:
nai̲v

Herkunft

französisch naïf < lateinisch nativus = durch Geburt entstanden; angeboren, natürlich, zu: nasci (2. Partizip: natum) = geboren werden, entstehen

Bedeutungen und Beispiele

    1. von kindlich unbefangener, direkter und unkritischer Gemüts-, Denkart [zeugend]; treuherzige Arglosigkeit beweisend

      Beispiele

      • ein naives Gemüt
      • naive (von Laien ohne entsprechende Vorbildung ausgeübte) Malerei
    2. wenig Erfahrung, Sachkenntnis oder Urteilsvermögen erkennen lassend und entsprechend einfältig, töricht [wirkend]

      Gebrauch

      oft abwertend

      Beispiel

      er wirkt ein wenig naiv
  1. in vollem Einklang mit Natur und Wirklichkeit stehend

    Gebrauch

    Literaturwissenschaft

    Beispiel

    naive Dichtung

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