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mei­nen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▮

Rechtschreibung

Worttrennung: mei|nen
Beispiel: er meint es gut mit ihm

Bedeutungsübersicht

    1. (in Bezug auf jemanden, etwas) eine bestimmte Ansicht, Meinung haben, vertreten
    2. sagen wollen, zum Ausdruck bringen wollen
  1. (bei einer Äußerung, Handlung o. Ä.) im Sinn, im Auge haben
  2. (gehoben) im Hinblick auf etwas eines bestimmten Glaubens, einer bestimmten Überzeugung sein; wähnen
  3. etwas mit einer bestimmten Absicht, Einstellung o. Ä. sagen oder tun
  4. sagen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu meinen

Aussprache

Betonung: meinen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch meinen, althochdeutsch meinan, Herkunft ungeklärt

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich meineich meine 
 du meinstdu meinest mein, meine!
 er/sie/es meinter/sie/es meine 
Pluralwir meinenwir meinen 
 ihr meintihr meinet 
 sie meinensie meinen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich meinteich meinte
 du meintestdu meintest
 er/sie/es meinteer/sie/es meinte
Pluralwir meintenwir meinten
 ihr meintetihr meintet
 sie meintensie meinten
Partizip I meinend
Partizip II gemeint
Infinitiv mit zu zu meinen

Typische Verbindungen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. (in Bezug auf jemanden, etwas) eine bestimmte Ansicht, Meinung haben, vertreten

      Beispiele

      • sie meinte, man könne nicht so verfahren
      • meinen (glauben) Sie, das hätte keiner gemerkt?
      • man könnte meinen (den Schluss ziehen), es wäre alles vergebens gewesen
      • er meint (denkt) immer, alle müssten sich nach ihm richten
      • man sollte meinen, du hättest mehr Verstand (es ist unbegreiflich, dass du so ohne Verstand handelst)
      • meinst du das im Ernst? (ist das wirklich deine Überzeugung, Meinung?)
      • (umgangssprachlich) als Bekräftigungsformel: das will ich meinen! (natürlich ist das so!)
      • was meinst du zu dieser Sache? (wie stehst du dazu?)
      • <auch ohne Akkusativ-Objekt>: (umgangssprachlich) ich meine ja nur [so]! (es war ja nur ein Vorschlag von mir!)
      • (als einräumende Feststellung:) wenn du meinst!
      • wenn Sie meinen!
      • (als [erstaunte, verwunderte] Rückfrage auf jemandes Äußerung:) meinen Sie?, meinst du?
    2. sagen wollen, zum Ausdruck bringen wollen

      Beispiele

      • das habe ich nicht gemeint
      • was hat sie mit ihrer Bemerkung gemeint?
      • in Fragefloskeln: was meinen Sie? (umgangssprachlich; als Rückfrage, wenn jemand die Äußerung eines anderen nicht verstanden hat; bitte?)
      • (veraltet oder scherzhaft) wie meinen?
  1. (bei einer Äußerung, Handlung o. Ä.) im Sinn, im Auge haben

    Beispiele

    • welches Buch meinst du?
    • meinen Sie mich?
    • was meinst du damit? (was willst du damit sagen?)
    • wie meinst du das? (wie soll ich deine Äußerung verstehen?)
  2. im Hinblick auf etwas eines bestimmten Glaubens, einer bestimmten Überzeugung sein; wähnen

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiel

    sich im Recht meinen
  3. etwas mit einer bestimmten Absicht, Einstellung o. Ä. sagen oder tun

    Beispiele

    • etwas ironisch, nicht wörtlich meinen
    • es ehrlich meinen
    • es war nicht böse gemeint
    • (umgangssprachlich) sie hatte es nicht so gemeint (es sollte keine Kränkung sein)
    • er meinte es gut mit uns (war uns freundlich gesinnt)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) die Sonne meint es heute gut (scheint sehr intensiv)
  4. sagen

    Beispiel

    »Dann wollen wir mal beginnen«, meinte er

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