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er­ge­hen

Wortart: unregelmäßiges Verb

Häufigkeit:

Rechtschreibung

Worttrennung:
er|ge|hen

Synonyme zu ergehen

Aussprache

Betonung:
erge̲hen
Lautschrift:
[ɛɐ̯ˈɡeːən]

Herkunft

mittelhochdeutsch ergān, ergēn = geschehen, sich vollenden, althochdeutsch irgān = ausgehen, ereignen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. [offiziell] erlassen, an jemanden gerichtet werden

    Grammatik

    Perfektbildung mit »ist«

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiele

    • ein neues Gesetz ist ergangen
    • an den Gelehrten erging ein Ruf in die USA
  2. jemandem in bestimmter Weise geschehen, widerfahren

    Grammatik

    unpersönlich; Perfektbildung mit »ist«

    Beispiele

    • es ist ihr dort schlecht ergangen
    • <substantiviert>: sich nach jemandes Ergehen (Los, Befinden) erkundigen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    etwas über sich ergehen lassen ([geduldig] hinnehmen, mit sich geschehen lassen: sie lässt alles ruhig, teilnahmslos über sich ergehen)
  3. sich langatmig (in Worten oder Gedanken) mit etwas beschäftigen; sich über etwas verbreiten, umständlich äußern

    Grammatik

    sich ergehen; Perfektbildung mit »hat«

    Beispiele

    • sich in Vermutungen, Dankesworten ergehen
    • (oft abwertend) man erging sich in langen Reden
  4. an einem Ort spazieren gehen, lustwandeln

    Grammatik

    sich ergehen; Perfektbildung mit »hat«

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiel

    die Damen ergingen sich im Park

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