ausgehen
Wortart: unregelmäßiges Verb
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- aus|ge|hen
- Beispiel:
- es geht sich aus (österreichisch umgangssprachlich für es reicht, passt)
Bedeutungen
- von einer bestimmten Stelle seinen Ausgang nehmen, abgehen, abzweigen
- (von Postsendungen) abgeschickt werden
- zum Ausgangspunkt nehmen, etwas zugrunde legen
- sich etwas zum Ziel setzen, es auf etwas absehen
- (von etwas, was in bestimmter Menge vorhanden ist) sich erschöpfen, zu Ende gehen, schwinden
- sich aus einem organischen Zusammenhalt lösen, ausfallen
- (umgangssprachlich) sich in bestimmter Weise ausziehen lassen
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Synonyme zu ausgehen
- das Haus/die Wohnung verlassen, fortgehen, weggehen
- sich amüsieren, essen gehen, [seinen] Spaß haben, tanzen gehen, sich vergnügen; (umgangssprachlich) auf die Piste gehen, bummeln; (umgangssprachlich scherzhaft) die Gegend unsicher machen; (umgangssprachlich, besonders Jugendsprache) einen/was los machen
- beruhen auf, entspringen, herrühren, kommen von, seinen Ausgang nehmen, seinen Ursprung haben, stammen, vorgebracht/vorgeschlagen werden, zurückgehen auf
- aussenden, ausstrahlen, ausströmen, verbreiten
- annehmen, befürchten, denken, erwarten, glauben, meinen, rechnen, unterstellen, vermuten, voraussetzen, zugrunde legen; (bildungssprachlich) präsupponieren, supponieren
- abzielen, anlegen, ansteuern, anstreben, anvisieren, anzielen, aus sein auf, beabsichtigen, bezwecken, den Zweck haben/verfolgen, es abgesehen haben auf, gerichtet sein auf, hinsteuern, hinzielen, streben, wollen, zielen, zum Ziel haben; (gehoben) erstreben, sinnen, trachten, zu erlangen/zu erreichen suchen; (bildungssprachlich) intendieren; (umgangssprachlich) hinauswollen auf
- abnehmen, auslaufen, aus sein, sich erschöpfen, zu Ende gehen; (gehoben) schwinden, versiegen, zur Neige gehen
- ausfallen, herausfallen, sich lösen, nicht mehr anhaften/haften, nicht mehr fest verbunden sein; (gehoben) schwinden
Antonyme zu ausgehen
angehenAussprache
- Betonung:
- a̲u̲sgehen
Grammatik
- unregelmäßiges Verb; Perfektbildung mit »ist«
Bedeutungen und Beispiele
-
-
(zu einem bestimmten Zweck, mit einer bestimmten Absicht) die Wohnung verlassen, aus dem Haus gehen
Beispiel
sie war ausgegangen, um einen Besuch, um Einkäufe zu machen -
(zum Vergnügen, zum Essen, Tanzen u. Ä.) ein Lokal o. Ä. aufsuchen
Beispiele
- häufig, selten, sonntags ausgehen
- wir gehen ganz groß aus
- <substantiviert>: sich zum Ausgehen fertig machen
-
(zu einem bestimmten Zweck, mit einer bestimmten Absicht) die Wohnung verlassen, aus dem Haus gehen
-
von einer bestimmten Stelle seinen Ausgang nehmen, abgehen, abzweigen
Beispiel
von diesem Knotenpunkt gehen mehrere Fernstraßen aus -
(von Postsendungen) abgeschickt werden
Beispiel
die aus- und eingehende Post -
-
von jemandem herrühren, vorgebracht, geäußert, vorgeschlagen werden
Beispiel
die Anregung geht vom Minister aus -
ausgestrahlt, hervorgebracht werden
Beispiel
Ruhe, Sicherheit, ein bestimmtes Fluidum geht von jemandem aus
-
von jemandem herrühren, vorgebracht, geäußert, vorgeschlagen werden
-
zum Ausgangspunkt nehmen, etwas zugrunde legen
Beispiele
- du gehst von falschen Voraussetzungen aus
- ich gehe davon aus (nehme als sicher an, bin davon überzeugt), dass die Tarifparteien sich bald einigen werden
-
sich etwas zum Ziel setzen, es auf etwas absehen
Beispiel
auf Gewinn, Betrug ausgehen -
-
in bestimmter Weise enden
Beispiele
- das kann nicht gut ausgehen
- der Autounfall hätte schlimmer ausgehen können
-
aufhören, zu Ende gehen
Gebrauch
landschaftlich
Beispiele
- die Schule geht um 12 Uhr aus
- das Theater war spät ausgegangen
-
(auf einen bestimmten Buchstaben, eine bestimmte Silbe o. Ä.) enden
Gebrauch
Sprachwissenschaft
Beispiel
auf einen Vokal ausgehen -
in etwas übergehen, auslaufen
Gebrauch
selten
Beispiel
das Muster geht am Rand in Bogen aus
-
in bestimmter Weise enden
-
(von etwas, was in bestimmter Menge vorhanden ist) sich erschöpfen, zu Ende gehen, schwinden
Beispiele
- die Vorräte sind ausgegangen
- das Geld ging uns aus
- <in übertragener Bedeutung>: allmählich geht mir die Geduld aus
-
sich aus einem organischen Zusammenhalt lösen, ausfallen
Beispiele
- die Zähne, Federn gehen aus
- die Haare gehen ihm aus
-
sich in bestimmter Weise ausziehen lassen
Gebrauch
umgangssprachlich
Beispiel
die nassen Handschuhe gingen schwer aus -
-
aufhören zu brennen oder zu leuchten; erlöschen
Beispiele
- das Licht, die Lampe ging aus
- die Pfeife war ihm ausgegangen
-
(von einem Motor) stehen bleiben, aufhören zu laufen
Beispiel
mit der Zündung stimmt etwas nicht, der Motor geht an jeder Ampel aus
-
aufhören zu brennen oder zu leuchten; erlöschen
-
-
(von Farbe) beim Waschen aus einem Gewebe o. Ä. schwinden oder auslaufen
Gebrauch
landschaftlich
Beispiel
die Farbe, das Rot in diesem Stoff ist beim Waschen ausgegangen -
(von Gewebe o. Ä.) beim Waschen die Farbe verlieren, Farbe abgeben
Gebrauch
landschaftlich
Beispiel
der Stoff geht beim Waschen [nicht] aus
-
(von Farbe) beim Waschen aus einem Gewebe o. Ä. schwinden oder auslaufen
-
- (ein Gelände, eine Strecke o. Ä.) gehend durchmessen
-
gerade ausreichen
Grammatik
- sich ausgehen
Gebrauch
österreichisch umgangssprachlich
Beispiele
- das Geld, die Zeit geht sich aus
- <oft unpersönlich>: es geht sich noch aus, dass wir den Zug erreichen

