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ah­nen

Wortart: schwaches Verb

Häufigkeit:

Rechtschreibung

Worttrennung:
ah|nen

Synonyme zu ahnen

annehmen, auf sich zukommen sehen, befürchten, eine Ahnung haben, einen Verdacht haben, erahnen, erwarten, fühlen, fürchten, für [sehr] wahrscheinlich halten, gefasst sein auf, kommen sehen, mutmaßen, rechnen mit, spüren, vermuten, vor[aus]ahnen, vorhersehen, wittern; (gehoben) argwöhnen, wähnen; (umgangssprachlich) [den Braten] riechen, eine Antenne [für etwas] haben, kalkulieren, Lunte riechen, schätzen, schwanen, spekulieren, tippen, sich zusammenreimen; (salopp) einen Riecher [für etwas] haben, [etwas] im Urin haben/spüren

Aussprache

Betonung:
a̲hnen

Herkunft

mittelhochdeutsch anen, wohl zu ↑an und eigentlich = einen an- oder überkommen

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. ein undeutliches Vorgefühl von etwas Kommendem haben

    Beispiele

    • ein Unglück, nicht das Mindeste ahnen
    • (gehoben) mir ahnte nichts Gutes
    • die nichts ahnenden Besucher
    1. ein undeutliches Wissen von etwas haben, vermuten

      Beispiele

      • die Wahrheit ahnen
      • sie ahnte dunkel ein Geheimnis
      • wer konnte das ahnen!
      • (gehoben) ihm ahnte nichts von den Schwierigkeiten

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      [ach,] du ahnst es nicht! (umgangssprachlich; Ausruf der unangenehmen Überraschung)
    2. (nur) undeutlich, schwach zu erkennen

      Grammatik

      im Infinitiv mit zu

      Beispiel

      die Gestalt war in der Dunkelheit nur zu ahnen, mehr zu ahnen als zu sehen

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