Tadel, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Synonyme zu Tadel
- Beanstandung, Bemängelung, Ermahnung, Kritik, Maßregelung, Missbilligung, Rüge, Verweis, Vorhaltung, Vorwurf, Zurechtweisung; (gehoben) Schelte; (bildungssprachlich) Lektion, Monitum; (umgangssprachlich) Anpfiff, Anranzer, Anschnauzer, Rüffel; (landschaftlich umgangssprachlich) Staucher; (salopp) Anschiss
- Defekt, Fehler, Macke, Makel, Mangel, Schaden, Schönheitsfehler, Verunstaltung, Verunzierung
Grammatik
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Tadel | die Tadel |
| Genitiv | des Tadels | der Tadel |
| Dativ | dem Tadel | den Tadeln |
| Akkusativ | den Tadel | die Tadel |
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
- [in scharfer Weise vorgebrachte] missbilligende Äußerung, die sich auf jemandes Tun, Verhalten bezieht
Herkunft
- unter Einfluss von tadeln
Beispiele
- ein scharfer, schwerer Tadel
- einen Tadel aussprechen, [einen] Tadel verdienen
- sie trifft kein Tadel (sie hat keine Schuld)
- einen Tadel erhalten
- jemandem einen Tadel erteilen
- die Worte enthielten einen versteckten Tadel
- etwas gibt zu Tadel Anlass
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
öffentlicher Tadel (DDR Rechtssprache;; gerichtliche Strafe, durch die jemand wegen eines Vergehens öffentlich getadelt wird: jemanden zu einem öffentlichen Tadel verurteilen) - Eintragung ins Klassenbuch, mit der ein Tadel (1a) vom Lehrer (für das Zeugnis) festgehalten wurde
Herkunft
- unter Einfluss von tadeln
Gebrauch
früher
Beispiel
einen Tadel eintragen
- [in scharfer Weise vorgebrachte] missbilligende Äußerung, die sich auf jemandes Tun, Verhalten bezieht
- Makel (meist in Verbindung mit einer Verneinung o. Ä.)
Herkunft
- mittelhochdeutsch, mittelniederdeutsch tadel = Fehler, Mangel, Gebrechen, Herkunft ungeklärt
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- an ihr, ihrem Leben war kein Tadel
- seine Kleidung ist ohne Tadel
