Sit­te, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: Sit|te

Bedeutungsübersicht

  1. für bestimmte Lebensbereiche einer Gemeinschaft geltende, dort übliche, als verbindlich betrachtete Gewohnheit, Gepflogenheit, die im Laufe der Zeit entwickelt, überliefert wurde
  2. ethische, moralische Norm; Grundsatz, Wert, der für das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft grundlegend ist
  3. Benehmen, Manieren, Umgangsformen
  4. (Jargon) Kurzform für: Sittenpolizei

Synonyme zu Sitte

Aussprache

Betonung: Sịtte
Lautschrift: [ˈzɪtə] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch site, althochdeutsch situ, ursprünglich = Gewohnheit, Brauch, Art und Weise des Lebens, wahrscheinlich verwandt mit Seil und eigentlich = Bindung

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Sittedie Sitten
Genitivder Sitteder Sitten
Dativder Sitteden Sitten
Akkusativdie Sittedie Sitten

Typische Verbindungen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. für bestimmte Lebensbereiche einer Gemeinschaft geltende, dort übliche, als verbindlich betrachtete Gewohnheit, Gepflogenheit, die im Laufe der Zeit entwickelt, überliefert wurde

    Beispiele

    • uralte, überlieferte Sitten
    • dort herrschen ziemlich raue, wilde Sitten (dort ist man nicht zimperlich)
    • das ist dort [so] Sitte (ist dort üblich)
    • (umgangssprachlich) (Ausdruck der Verärgerung, wenn etwas nicht so ist, wie man es gewohnt ist und erwartet hat) das sind ja ganz neue Sitten!
  2. ethische, moralische Norm; Grundsatz, Wert, der für das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft grundlegend ist

    Beispiele

    • Verfall und Verrohung der Sitten
    • das verstößt gegen die [guten] Sitten, gegen die [gute] Sitte
  3. Benehmen, Manieren, Umgangsformen

    Grammatik

    Pluraletantum

    Beispiel

    feine, vornehme, schlechte Sitten haben
  4. Kurzform für: Sittenpolizei

    Grammatik

    ohne Plural

    Gebrauch

    Jargon

    Beispiel

    bei der Sitte arbeiten

Blättern

↑ Nach oben