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Pferd, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯

Rechtschreibung

Worttrennung: Pferd
Beispiel: zu Pferde

Bedeutungsübersicht

  1. als Reit- und Zugtier gehaltenes hochbeiniges Säugetier mit Hufen, meist glattem, kurzem Fell, länglichem, großem Kopf, einer Mähne und langhaarigem Schwanz
  2. Turngerät, das aus einem dem Rumpf eines Pferdes ähnlichen, mit Lederpolster und zwei herausnehmbaren Griffen versehenen Körper auf vier in der Höhe verstellbaren, schräg nach außen gerichteten Beinen besteht
  3. Schachfigur mit Pferdekopf; Springer

Synonyme zu Pferd

Aussprache

Betonung: Pferd🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch pfert, pfär(vr)it, althochdeutsch pfärfrit, pfarifrit < mittellateinisch par(a)veredus = Kurierpferd (auf Nebenlinien), aus griechisch para- = neben-, bei und spätlateinisch veredus (aus dem Keltischen) = (Kurier)pferd

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Pferddie Pferde
Genitivdes Pferdes, Pferdsder Pferde
Dativdem Pferdden Pferden
Akkusativdas Pferddie Pferde

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Pferd
    © Eric Isselée - Fotolia.com
    als Reit- und Zugtier gehaltenes hochbeiniges Säugetier mit Hufen, meist glattem, kurzem Fell, länglichem, großem Kopf, einer Mähne und langhaarigem Schwanz

    Beispiele

    • ein feuriges, edles Pferd
    • das Pferd trabt, galoppiert, scheut
    • die Pferde tränken
    • ein Pferd zureiten, satteln, beschlagen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • Trojanisches Pferd (bildungssprachlich: vgl. Danaergeschenk)
    • trojanisches Pferd (EDV-Jargon: Computerprogramm, das scheinbar nützlich, in Wirklichkeit aber schädlich ist)
    • das beste Pferd im Stall (umgangssprachlich: der beste, tüchtigste Mitarbeiter; die beste, tüchtigste Mitarbeiterin)
    • keine zehn Pferde bringen jemanden irgendwohin/dazu, etwas Bestimmtes zu tun (umgangssprachlich: jemand geht unter keinen Umständen irgendwohin, tut etwas unter keinen Umständen)
    • die Pferde scheu machen/scheumachen (umgangssprachlich: für Unruhe, Aufregung sorgen, andere [grundlos] irritieren)
    • mit jemandem Pferde stehlen können (umgangssprachlich: sich auf jemanden absolut verlassen können, mit jemandem alles Mögliche wagen, unternehmen können; bezieht sich darauf, dass der Pferdedieb sehr mutig und für seine Kumpane absolut zuverlässig sein musste, da Pferdediebstahl besonders in früherer Zeit sehr streng bestraft wurde)
    • aufs falsche, richtige Pferd setzen (umgangssprachlich: die Lage falsch, richtig einschätzen und entsprechend handeln; leitet sich vom Pferderennen und den dazugehörigen Wetten ab)
    • ich denke, glaube [o. Ä.], mich tritt ein Pferd! (salopp: das überrascht mich sehr)
    • man hat schon Pferde kotzen sehen [und das direkt vor der Apotheke] (umgangssprachlich: nichts ist unmöglich)
    • immer sachte, langsam mit den jungen Pferden! (umgangssprachlich: nicht so heftig, voreilig!)
  2. Pferd
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    Turngerät, das aus einem dem Rumpf eines Pferdes ähnlichen, mit Lederpolster und zwei herausnehmbaren Griffen versehenen Körper (2b) auf vier in der Höhe verstellbaren, schräg nach außen gerichteten Beinen besteht
  3. Pferd - Pferd als Schachfigur (rechts)
    Pferd als Schachfigur (rechts) - © MEV Verlag, Augsburg
    Schachfigur mit Pferdekopf; Springer

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