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Ob­jekt, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ob|jekt

Bedeutungsübersicht

    1. Gegenstand, auf den das Interesse, das Denken, das Handeln gerichtet ist
    2. (Philosophie) unabhängig vom Bewusstsein existierende Erscheinung der materiellen Welt, auf die sich das Erkennen, die Wahrnehmung richtet
    1. (besonders Kaufmannssprache) etwas mit einem bestimmten Wert, das angeboten, verkauft wird; Gegenstand eines Geschäfts, eines [Kauf]vertrages, besonders ein Grundstück, Haus o. Ä.
    2. (österreichische Amtssprache) Gebäude
    3. (besonders DDR) für die Allgemeinheit geschaffene Einrichtung, betriebswirtschaftliche Einheit, besonders Verkaufsstelle, Gaststätte o. Ä.
    4. (DDR) Gebäude o. Ä., das vom Staatssicherheitsdienst beansprucht, benutzt wird
  1. (Kunstwissenschaft) aus verschiedenen Materialien zusammengestelltes plastisches Werk der modernen Kunst
  2. (Sprachwissenschaft) Satzglied, das von einem Verb als Ergänzung gefordert wird
  3. (Informatik) (in der objektorientierten Programmierung) Datenstruktur als Mitglied einer Klasse von Datenstrukturen, das Daten enthalten und verarbeiten sowie Nachrichten mit anderen Objekten austauschen kann

Synonyme zu Objekt

Antonyme zu Objekt

Subjekt

Aussprache

Betonung: Objẹkt🔉

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Objektdie Objekte
Genitivdes Objektes, Objektsder Objekte
Dativdem Objektden Objekten
Akkusativdas Objektdie Objekte

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Gegenstand, auf den das Interesse, das Denken, das Handeln gerichtet ist

      Herkunft

      mittellateinisch obiectum, substantiviertes 2. Partizip von lateinisch obicere = entgegenwerfen, vorsetzen

      Beispiele

      • ein lohnendes Objekt
      • etwas am lebenden Objekt demonstrieren
      • <in übertragener Bedeutung>: Frauen waren nur Objekte für ihn
      • <in übertragener Bedeutung>: jemanden zum Objekt seiner Aggressionen machen
    2. unabhängig vom Bewusstsein existierende Erscheinung der materiellen Welt, auf die sich das Erkennen, die Wahrnehmung richtet

      Herkunft

      mittellateinisch obiectum, substantiviertes 2. Partizip von lateinisch obicere = entgegenwerfen, vorsetzen

      Gebrauch

      Philosophie

    1. etwas mit einem bestimmten Wert, das angeboten, verkauft wird; Gegenstand eines Geschäfts, eines [Kauf]vertrages, besonders ein Grundstück, Haus o. Ä.

      Gebrauch

      besonders Kaufmannssprache

      Beispiel

      ein günstiges Objekt
    2. Gebäude

      Gebrauch

      österreichische Amtssprache

    3. für die Allgemeinheit geschaffene Einrichtung, betriebswirtschaftliche Einheit, besonders Verkaufsstelle, Gaststätte o. Ä.

      Gebrauch

      besonders DDR

    4. Gebäude o. Ä., das vom Staatssicherheitsdienst beansprucht, benutzt wird

      Gebrauch

      DDR

  1. aus verschiedenen Materialien zusammengestelltes plastisches Werk der modernen Kunst

    Gebrauch

    Kunstwissenschaft

    Beispiel

    die Künstlerin stellt Zeichnungen und Objekte aus
  2. Satzglied, das von einem Verb als Ergänzung gefordert wird

    Aussprache

    auch: [ˈɔp…] 🔉

    Gebrauch

    Sprachwissenschaft

    Beispiele

    • direktes Objekt (Akkusativobjekt)
    • ein Satz mit mehreren Objekten
  3. (in der objektorientierten Programmierung) Datenstruktur als Mitglied einer Klasse von Datenstrukturen, das Daten enthalten und verarbeiten sowie Nachrichten mit anderen Objekten austauschen kann

    Gebrauch

    Informatik

    Beispiel

    dieses Objekt nennen wir »Speisekammer«; es enthält Daten über alle Vorräte, gibt darüber Auskunft und verarbeitet Nachrichten von anderen Objekten, welche Vorräte entnommen oder hinzugefügt werden sollen

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