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Haar

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Haar, das

Wortart: Substantiv, Neutrum

Gleichlautendes Wort: Haar (Substantiv, feminin)
Häufigkeit: 

Rechtschreibung

Worttrennung:
Haar
Beispiele:
Haar; aber Härchen, Härlein

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Haar

Aussprache

Betonung:
Ha̲a̲r
Lautschrift:
[haːɐ̯] 

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Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch hār, eigentlich = Raues, Struppiges, Starres

Grammatik

  Singular Plural
Nominativ das Haar die Haare
Genitiv des Haares, Haars der Haare
Dativ dem Haar den Haaren
Akkusativ das Haar die Haare

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. beim Menschen und bei den meisten Säugetieren auf der Haut [dicht] wachsendes, feines, fadenförmiges Gebilde aus Hornsubstanz
    Mann mit zur Seite gekämmten Haaren - © MEV Verlag, Augsburg
    Mann mit zur Seite gekämmten Haaren - © MEV Verlag, Augsburg

    Beispiele

    • graue, (gehoben:) silberne, weiße Haare an der Schläfe
    • die Haare wachsen, fallen ins Gesicht, hängen in die Stirn, fallen [ihm] aus
    • [sich] ein graues Haar auszupfen, ausreißen
    • [sich] die Haare schneiden lassen
    • [sich] die Haare waschen, trocknen, föhnen, färben, tönen
    • die Haare kämmen, bürsten, toupieren

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jemandem stehen die Haare zu Berge/sträuben sich die Haare (umgangssprachlich: jemand ist in höchstem Maße erschrocken, entsetzt)
    • ein Haar in der Suppe/in etwas finden (umgangssprachlich: an einer sonst guten Sache etwas entdecken, was einem nicht passt)
    • kein gutes Haar an jemandem, etwas lassen (umgangssprachlich: nur Schlechtes über jemanden, etwas sagen; alles, was jemand tut, schlecht finden, kritisieren)
    • jemandem die Haare vom Kopf fressen (umgangssprachlich scherzhaft: auf jemandes Kosten sehr viel essen)
    • Haare auf den Zähnen haben (von streitbar-aggressiver, rechthaberischer Wesensart sein [und sich auf diese Weise behaupten]vermutlich hergeleitet von starker Behaarung als Zeichen von Männlichkeit, die sich sogar auf den Zähnen [älter: auf der Zunge] zeige)
    • Haare lassen [müssen] (umgangssprachlich: nur mit gewissen Einbußen etwas durchführen, ein gestecktes Ziel erreichen können; bezogen auf die Haare, die einem bei einer Schlägerei ausgerissen werden)
    • sich <Dativ> über, wegen, um etwas keine grauen Haare wachsen lassen (umgangssprachlich: sich wegen etwas keine unnötigen Sorgen machen, sich über etwas nicht im Voraus aufregen, grämen)
    • sich <Dativ> die Haare raufen (vor Ratlosigkeit, Verzweiflung nicht wissen, was man tun soll)
    • jemandem kein Haar/niemandem ein Haar krümmen [können] (umgangssprachlich: jemandem nichts/niemandem etwas zuleide tun [können])
    • an einem Haar hängen (umgangssprachlich: sehr unsicher sein; in Bezug auf das Gelingen von einer bloßen Kleinigkeit abhängen)
    • etwas an/bei den Haaren herbeiziehen (umgangssprachlich: etwas anführen, was nicht oder nur sehr entfernt zur Sache gehört; Begründungen von sehr weit herholen)
    • sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen (Sumpf)
    • auf ein Haar/aufs Haar (umgangssprachlich: ganz genau, exakt)
    • sich in die Haare fahren/geraten/kriegen (umgangssprachlich: Streit miteinander anfangen, bekommen)
    • sich in den Haaren liegen (umgangssprachlich: sich heftig streiten)
    • um ein Haar (umgangssprachlich: 1. es hätte nicht viel gefehlt, und …; beinahe, fast: um ein Haar wäre es schiefgegangen. 2. ganz wenig, eine winzige Kleinigkeit: er ist nur um ein Haar größer als seine Schwester.)
    • nicht [um] ein Haar breit/[um] kein Haar breit (Haarbreit)
    • ums Haar (beinahe, fast)
    • nicht [um] ein Haar/[um] kein Haar (umgangssprachlich: : er hat sich [um] kein Haar geändert)
    • krause Haare, krauser Sinn (wer krause Haare hat, ist eigenwillig)
    1. die Gesamtheit der Haare auf dem Kopf des Menschen; das Kopfhaar
      Frau mit offen getragenem Haar - © MEV Verlag, Augsburg
      Frau mit offen getragenem Haar - © MEV Verlag, Augsburg

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • sie hat schönes, blondes, rotes, braunes, schwarzes, helles, dunkles, lockiges, krauses, glattes, volles Haar
      • das Haar lang, kurz, offen, [in der Mitte] gescheitelt tragen
    2. (bei den meisten Säugetieren) Behaarung; Fell
      Hund mit seidigem Haar - © Bibliographisches Institut, Berlin
      Hund mit seidigem Haar - © Bibliographisches Institut, Berlin

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiel

      das weiche, seidige Haar des Hundes
  2. haarähnliches Gebilde, das in großer Zahl besonders Blätter und Stängel bestimmter Pflanzen bedeckt

    Grammatik

    meist im Plural

    Gebrauch

    Botanik

    Beispiel

    die Unterseite der Blätter ist mit Haaren bedeckt

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