Geschmack, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
Rechtschreibung
- Worttrennung:
- Ge|schmack
Bedeutungen
- etwas, was man mit dem Geschmackssinn wahrnimmt; charakteristische Art, in der ein Stoff schmeckt, wenn man ihn isst oder trinkt
- Fähigkeit zu schmecken; Geschmackssinn
- subjektives Werturteil über das, was für jemanden schön oder angenehm ist, was jemandem gefällt, wofür jemand eine Vorliebe hat
- (gehoben) Anstand, Takt, guter Ton
- (schweizerisch) Geruch
Wussten Sie schon?
Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.Synonyme zu Geschmack
- Aroma, Eigengeschmack; (dichterisch) Arom
- Geschmacksempfindung, Geschmackssinn; (gehoben) Zunge; (meist gehoben) Gaumen
- Ästhetik, Empfinden, Feingefühl, Organ, Schönheitssinn, [sechster] Sinn, Stilempfinden, Stilgefühl
- Mode, Zeitgeschmack
- Gefallen, Richtung; (besonders süddeutsch, österreichisch) Gusto; (bildungssprachlich veraltend) Gout
- Anstand, Anstandsgefühl, guter/feiner Ton, gute Sitte, Takt; (gehoben) Schicklichkeit; (veraltend) Dehors; (bildungssprachlich veraltend) Dekorum
Aussprache
- Betonung:
- Geschmạck
Grammatik
- der Geschmack; Genitiv: des Geschmack[e]s, Plural: die Geschmäcke und (umgangssprachlich scherzhaft) Geschmäcker
Bedeutungen, Beispiele und Wendungen
-
etwas, was man mit dem Geschmackssinn wahrnimmt; charakteristische Art, in der ein Stoff schmeckt, wenn man ihn isst oder trinkt
Herkunft
- mittelhochdeutsch gesmac, zu schmecken
Beispiele
- ein süßer, angenehmer Geschmack
- einen schlechten Geschmack im Munde haben
- <in übertragener Bedeutung>: der fade Geschmack der Enttäuschung
-
Fähigkeit zu schmecken; Geschmackssinn
Grammatik
- ohne Plural
Herkunft
- mittelhochdeutsch gesmac, zu schmecken
Beispiel
wegen eines Schnupfens keinen Geschmack haben -
-
Fähigkeit zu ästhetischem Werturteil
Herkunft
- nach französisch (bon) goût oder italienisch (buon) gusto
Beispiele
- ein feiner, sicherer Geschmack
- er hat keinen [guten] Geschmack
- seine Wohnung mit viel Geschmack einrichten
-
einheitlicher ästhetischer Wertmaßstab einer bestimmten Zeit oder Epoche
Herkunft
- nach französisch (bon) goût oder italienisch (buon) gusto
Gebrauch
gehoben
Beispiele
- im Geschmack des Biedermeiers
- nach neuestem Geschmack
-
das an einem Gegenstand, Gebäude o. Ä. Sichtbarwerden bestimmter ästhetischer Prinzipien und Wertmaßstäbe
Herkunft
- nach französisch (bon) goût oder italienisch (buon) gusto
-
Fähigkeit zu ästhetischem Werturteil
-
subjektives Werturteil über das, was für jemanden schön oder angenehm ist, was jemandem gefällt, wofür jemand eine Vorliebe hat
Herkunft
- nach französisch (bon) goût oder italienisch (buon) gusto
Beispiele
- das ist nicht mein/nach meinem Geschmack
- sie hat mit dem Geschenk genau seinen Geschmack getroffen
Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
- an etwas Geschmack finden (etwas für sich entdecken und gut finden: ich finde Geschmack an dem Spiel)
- an etwas Geschmack gewinnen/einer Sache Geschmack abgewinnen/auf den Geschmack kommen (die angenehmen Seiten einer Sache [allmählich] entdecken: du wirst schon noch auf den Geschmack kommen)
- über Geschmack lässt sich nicht streiten
- (umgangssprachlich scherzhaft:) die Geschmäcker sind verschieden
-
Anstand, Takt, guter Ton
Herkunft
- nach französisch (bon) goût oder italienisch (buon) gusto
Gebrauch
gehoben
Beispiel
gegen den [guten] Geschmack verstoßen -
Geruch (1)
Gebrauch
schweizerisch

