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Ding, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Wort mit gleicher Schreibung: Ding (Substantiv, Neutrum)
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ding
Beispiel: guter Dinge sein

Bedeutungsübersicht

    1. nicht näher bezeichneter Gegenstand, nicht näher bezeichnete Sache
    2. (umgangssprachlich) etwas, was jemand (in abschätziger Redeweise oder weil er die genaue Bezeichnung dafür nicht kennt oder nicht gebrauchen will) nicht mit seinem Namen nennt
    3. (Philosophie) etwas, was in einer bestimmten Form, Erscheinung, auf bestimmte Art und Weise existiert und als solches Gegenstand der Wahrnehmung, Erkenntnis ist
    1. Vorgang, Ereignis
    2. Angelegenheit; Sache
  1. (umgangssprachlich) Mädchen
  2. in »guter Dinge«

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Ding

Aussprache

Betonung: Dịng🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch dinc, althochdeutsch thing, eigentlich = (Gerichts)versammlung der freien Männer, dann = Rechtssache, Rechtshandlung; wahrscheinlich zu dehnen und ursprünglich entweder = Zusammenziehung (von Menschen) oder = (mit einem Flechtwerk) eingefriedeter Platz (für Versammlungen)

Grammatik

das Ding; Genitiv: des Ding[e]s, Plural: die Dinge und Dinger

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. nicht näher bezeichneter Gegenstand, nicht näher bezeichnete Sache

      Grammatik

      Plural: Dinge

      Beispiele

      • persönliche, schöne, wertvolle Dinge
      • Nägel und ähnliche Dinge
      • auf so viele Dinge verzichten müssen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • aller guten Dinge sind drei (Ausspruch zur Rechtfertigung von etwas, was jemand ein drittes Mal tut, zum dritten Mal probiert)
      • jedes Ding hat zwei Seiten (jede Sache hat ihre gute und ihre schlechte Seite, hat Vor- und Nachteile)
    2. etwas, was jemand (in abschätziger Redeweise oder weil er die genaue Bezeichnung dafür nicht kennt oder nicht gebrauchen will) nicht mit seinem Namen nennt

      Grammatik

      Plural: Dinger

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • was ist denn das für ein Ding?
      • die Dinger taugen nichts, sind schon kaputt

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • das ist ja ein Ding! (umgangssprachlich: Ausruf der Überraschung oder der Entrüstung)
      • ein Ding drehen (umgangssprachlich: etwas anstellen; ein Verbrechen begehen)
      • jemandem ein Ding verpassen (umgangssprachlich: 1. jemandem einen brutalen Schlag versetzen. 2. jemanden in unsanfter Form zurechtweisen, tadeln.)
      • krumme Dinger machen (umgangssprachlich: etwas Unerlaubtes, Rechtswidriges tun)
      • mach keine Dinger! (umgangssprachlich: Ausruf des Erstaunens, der Überraschung)
      • kein Ding (umgangssprachlich: kein Problem; nicht schwierig)
      • das ist ein Ding mit 'nem Pfiff (umgangssprachlich: das funktioniert auf überraschende, merkwürdige Weise)
      • gut Ding will Weile haben (etwas, was gut werden soll, braucht seine Zeit)
    3. etwas, was in einer bestimmten Form, Erscheinung, auf bestimmte Art und Weise existiert und als solches Gegenstand der Wahrnehmung, Erkenntnis ist

      Gebrauch

      Philosophie

      Beispiel

      das Wesen, den Kern der Dinge erkennen
    1. Vorgang, Ereignis

      Grammatik

      Plural: Dinge (meist Plural)

      Beispiele

      • es waren unerfreuliche Dinge vorgekommen
      • falls die Dinge sich so zugetragen haben
      • in Voraussicht der kommenden Dinge

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      über den Dingen stehen (sich nicht allzu sehr von etwas beeindrucken, berühren, beeinträchtigen lassen)
    2. Angelegenheit; Sache

      Grammatik

      Plural: Dinge (meist Plural)

      Beispiele

      • einige Dinge müssen geregelt, geändert werden
      • die einfachsten Dinge nicht begreifen
      • sie hatte vor der Reise noch tausend Dinge zu erledigen
      • nach Lage der Dinge
      • in praktischen Dingen, in den Dingen des praktischen Lebens ungeübt sein
      • es handelt sich um private, interne Dinge

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • die Letzten/letzten Dinge (die religiös-metaphysischen Vorstellungen von Tod und Ewigkeit)
      • ein Ding der Unmöglichkeit sein (unmöglich sein, sich nicht erledigen, ausführen, einrichten lassen)
      • nicht jemandes Ding sein (umgangssprachlich: nicht jemandes Angelegenheit sein, jemandes Interesse finden)
      • der Dinge harren, die da kommen [sollen] (gehoben: abwarten, was geschehen wird; nach Lukas 21, 26)
      • unverrichteter Dinge (ohne etwas erreicht zu haben)
      • nicht mit rechten Dingen zugehen (merkwürdig, unerklärlich sein; nicht legal geschehen, vor sich gehen)
      • vor allen Dingen (vor allem, besonders)
  1. Mädchen

    Grammatik

    Plural: Dinger

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    ein junges, albernes, liebes, dummes Ding
  2. Herkunft

    mittelhochdeutsch gedinge = Hoffnung, Zuversicht; frühneuhochdeutsch = Laune, Stimmung

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    guter Dinge (gehoben: 1. fröhlich und munter: sie ist immer guter Dinge. 2. voll Hoffnung, voll Optimismus: guter Dinge machte er sich an die schwierige Aufgabe.)

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