Mundarten überleben auch im Duden - z.B. Ausdrücke aus der Karnevalszeit

Bütt und Bützchen sind seit 1974 im Duden, der Jeck seit 1980 und die Kamelle seit 1986. Wörter aus allen Regionen kann man im Duden finden. Zum Beispiel das süddeutsche derblecken (verspotten) und das norddeutsche klönen (gemütlich plaudern); aus dem Sächsischen stammt Motschekiebchen (Marienkäfer) und aus dem Schwäbischen schlotzen (mit Genuss trinken).
Die Herkunft des vor allem im Süddeutschen verbreiteten Wortes Fasching hat eine lange Geschichte:
Dem Fasching sieht man kaum noch an, dass zu seinen sprachlichen Vorläufern das mittelhochdeutsche vastschang (= Fastenschank) gehört: Damals wurden besondere Getränke gebraut, beispielsweise ein starkes Bier, um die Fastenzeit etwas erträglicher zu machen, erklärt Dr. Werner Scholze-Stubenrecht, Leiter der Dudenredaktion.
Wieder aus dem Duden gestrichen werden Wörter übrigens nur, wenn sie kaum noch in Gebrauch sind das ist aber bis heute noch keinem Faschingswort passiert!
Die UNESCO erinnert am 21. Februar, dem Internationalen Tag der Muttersprache, an die sprachliche Vielfalt, unter anderem auch an deutsche Dialekte wie beispielsweise Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Moselfränkisch oder Niedersächsisch.
Radiostatements von Dr. Werner Scholze-Stubenrecht zum Thema Karneval können Sie hier abrufen: http://www.radioexperten.info/
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